0
Soll saniert werden: Der Rasenplatz am Schul- und Sportzentrum wird Kunstrasenplatz, die Anlage selbst noch ausgebaut. - © Birgit Guhlke
Soll saniert werden: Der Rasenplatz am Schul- und Sportzentrum wird Kunstrasenplatz, die Anlage selbst noch ausgebaut. | © Birgit Guhlke

Leopoldshöhe Neue Pläne für das Schul- und Sportzentrum in Leopoldshöhe

Begegnungs- und Freizeitstätte: An der Schulstraße soll etwas entstehen, das viele Bürgerinnen und Bürger nutzen können. 90 Prozent der Kosten bekommt die Gemeinde als Förderzuschuss

Birgit Guhlke
07.11.2019 | Stand 07.11.2019, 18:21 Uhr

Leopoldshöhe. Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Die Modernisierung der Sportanlage am Schulzentrum Leopoldshöhe wird mit einem 90-prozentigen Zuschuss möglich gemacht. Was dort für die Bürgerinnen und Bürger entstehen wird, erklärte jetzt Ulrich Offel vom Fachbereich Bauen, Planen, Umwelt während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Generationen, Soziales, Gleichstellung und Sport. Die Sanierung des Rasenplatzes, aber auch Balancieren, Schach und Jugendbänke waren dabei Themen. Wenn alles umgesetzt ist wie geplant, können viele Leopoldshöher von den neuen Angeboten profitieren. Ausschuss-Vorsitzender Klaus Fiedler (CDU) sagte, „damit können wir Dinge in Angriff nehmen, die wir schon lange angehen wollten“. Es habe in der Vergangenheit immer wieder entsprechende Anträge von Vereinen gegeben. Nun gibt es Geld aus dem Landes-Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“. 899.000 Euro sind es exakt, erklärt Ulrich Offel. Rund 100.000 Euro zahlt die Gemeinde. Für ihren ersten Antrag auf Zuschüsse des Landes im Sommer vergangenen Jahres hatte die Gemeinde keinen Zuschlag bekommen. Für den zweiten Antrag sei das Projekt „etwas zusammengestrichen“ worden, die Gesamtsumme auf unter 1 Million Euro gerutscht. Dann klappte es. Das Außenatelier bleibt erhalten Aus dem Rasenplatz der Kampfbahn am Schul- und Sportzentrum wird nun ein Kunstrasenplatz. Die Leichtathletikanlagen rund um den Rasenplatz sollen für den Schulsport ausgebaut werden, es gibt eine Kunststofflaufbahn. Entsprechende Linierungen für Sprintwettbewerbe, Hürdenlauf oder Langstrecke sind vorgesehen. Die Kugelstoßanlage hinter der Sporthalle wird umgebaut, die Fläche hinter der Halle soll auch weiterhin als Außenatelier für den Kunstunterricht der Felix-Fechenbach-Gesamtschüler nutzbar bleiben. Große Veränderungen wird es am Nebenplatz geben. Eine Slackline-Anlage (Spanngurte zum Balancieren), ein Schachfeld mit übergroßen Figuren, ein Aufenthaltsbereich mit Bänken und sogenannten Jugendbänken (Hochsitze), ein überdachter Bereich, eine Boule-Anlage sollen gebaut werden. In einem weiteren Bereich ist ein Außen-Fitnessbereich geplant, mit fest installierten Geräten, wie sie beispielsweise in Bielefeld-Sennestadt in einem Park angeboten werden. Ein barrierefreier Zugang zu diesem Bereich steht zudem auf dem Plan. Es gehöre zu dem Konzept dieses Projektes, bewusst auch Zugezogene und alteingesessene Leopoldshöher anzusprechen, die nicht einem Verein angehören, aber die Anlage und die Sportmöglichkeiten auch nutzen möchten, erklärte Bürgermeister Gerhard Schemmel. Der Bereich für den Schulsport und für den TuS Leopoldshöhe sollen weiterhin umzäunt bleiben. Der weitere Teil aber soll öffentlich zugänglich bleiben, auch wenn die Gefahr bestehe, dass es zu Vandalismus komme. Das sei der Verwaltung klar, „aber es soll auch dem Charakter des Förderprogramms entsprechen“. Ein Angebot für alle müsse erreichbar bleiben. Im Sommer 2021 soll alles fertig sein Die Vorstellung des Konzepts stieß bei den Kommunalpolitikern auf großen Zuspruch. Fragen und Anregungen gab es vor allem zu Details. Geklärt werden muss demnach beispielsweise noch, wie die Leopoldshöher an die Schachfiguren kommen können. Und ob bei der Ausleuchtung der Plätze darauf geachtet werden könne, dass das Flutlicht weder die Nachbarschaft behellige und für, wie Jürgen Hachmeister (Grüne) sagte, „Lichtverschmutzung“ sorge. Die entsprechende Spielfeldmarkierung mit zusätzlichen blauen Linien, die ein für jüngere Mannschaften kleineres Spielfeld darstellen, war eine Empfehlung von Hans Rösner (SPD). Läuft alles nach Plan, erklärte Ulrich Offel, ist das in zwei Phasen aufgeteilte Bauprojekt im Sommer 2021 fertig. Zur ersten Phase gehören die Bereiche auf dem Nebengelände. Bei der zweiten Phase geht es um den Kunstrasenplatz und die Kunststofflaufbahn.

realisiert durch evolver group