0
Wasser auf der Bühne: In fließenden Bewegungen setzen die Schüler des achten Jahrgangs der Felix-Fechenbach-Gesamtschule ihr Thema um. - © Thomas Dohna
Wasser auf der Bühne: In fließenden Bewegungen setzen die Schüler des achten Jahrgangs der Felix-Fechenbach-Gesamtschule ihr Thema um. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Was Schüler auf der Bühne lernen

Teilnehmer aus neun Schulen zeigen ihre Arbeiten im Fach „Darstellen und Gestalten“

Thomas Dohna
13.10.2019 | Stand 13.10.2019, 19:12 Uhr

Leopoldshöhe. Es ist die Leistungsschau eines Schulfaches. Seit 18 Jahren kommen Schüler des Faches „Darstellen und Gestalten“ in Ostwestfalen-Lippe zu einem Festival zusammen, um ihre im Unterricht erarbeiteten Inszenierungen vorzustellen. Diesmal fand das Treffen in der Aula der Felix-Fechenbach-Gesamtschule in Leopoldshöhe statt. Vor 18 Jahren gab es das erste Festival dieses Faches in Bünde. Sigrid Pöppelmann-Terwey war damals dabei – und hat seitdem kein Festival, das immer an einem anderen Ort ausgetragen wird, verpasst. Pöppelmann-Terwey ist Lehrerin des Faches „Darstellen und Gestalten“ an der FFG. Außerdem hat sie an den Vorgaben für die Unterrichtsinhalte des Faches mitgearbeitet. „Es ist ein Theaterfach“, sagt Pöppelmann-Terwey. Dazu gehöre auch die Präsentation vor Publikum. Das Schulfach „Darstellen und Gestalten“ gibt es nur an Gesamt- und Sekundarschulen. Es soll die gestalterischen und darstellerischen Fähigkeiten der Schüler stärken. Sie lernen, sich auf der Bühne zu bewegen, sich zu präsentieren, etwas vor Publikum vorzutragen, allein und in der Gruppe. Jeder Jahrgang baut auf den gelernten Fähigkeiten aus dem vorhergehenden Jahrgang auf. In der sechsten Stufe geht es um die Möglichkeiten der Körpersprache. In der achten Stufe geht es um den Rhythmus. Im Laufe der Jahre nehmen Sprache und Kostümierung immer größeren Raum ein. Kritik ist erwünscht Das Publikum beim Festival ist vom Fach. Es schauen fast ausschließlich die anderen Teilnehmer zu. Vier Runden mit je drei Präsentationen sind zu sehen, dazwischen Rückmeldungen zu den Darstellungen. Auch diese Rückmeldungen gehören zum Lernstoff. Die Schüler sollen konstruktives Lob und konstruktive Kritik äußern. Allgemeines, unverbindliches Lob ist nicht gewünscht, ebenso wenig wie eine undifferenzierte Kritik. Beides soll sich immer auf konkrete Punkte beziehen und überlegt sein. Nicht alle denken immer daran. Pöppelmann-Terwey sieht sich genötigt, bisweilen darauf hinzuweisen. Schon wird aus dem „Das hat mir gefallen“ ein „Eure Körperspannung hat mir gefallen“. Die Jahrgänge sieben bis zehn von neun Schulen sind gekommen, aus Stemwede, Borgholzhausen, Paderborn, Paderborn-Elsen und Bad Wünnenberg. Aus Lippe sind die Gesamt- und Sekundarschulen aus Lemgo, Horn-Bad Meinberg, Lage und Leopoldshöhe dabei. Es geht bei den Jüngeren um einzelne Aspekte des Körpers, bei den Älteren um Objekte wie Besen, Rettungsdecken, Tüten und Rhythmen oder Phänomene. Wasser ist das Jahresthema der FFG. Anders als üblich präsentieren sich die Jungen und Mädchen nicht in Schwarz, sondern in Blau. Das Thema setzen sie in fließende Bewegungen um. Inszenierungen zu Themen wie „Unsere Grundrechte“ oder „Aschenputtel“ zeigten die neunten und zehnten Jahrgänge.

realisiert durch evolver group