0
Gemeinsames Hobby: Angelika Kalina, Walter Klei und Sabine Kolbe vom Imkerverein Asemissen und Umgegend betreuen die Bienenstöcke auf dem Gelände des Heimathofes. - © Thomas Dohna
Gemeinsames Hobby: Angelika Kalina, Walter Klei und Sabine Kolbe vom Imkerverein Asemissen und Umgegend betreuen die Bienenstöcke auf dem Gelände des Heimathofes. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Zahl der Bienenliebhaber ist gestiegen

Der Imkerverein Asemissen und Umgebung hat seit dem Frühjahr seine Mitgliederzahl verdoppelt. Beim wöchentlichen Treff werden Erfahrungen ausgetauscht

Thomas Dohna
10.10.2019 | Stand 09.10.2019, 18:42 Uhr

Leopoldshöhe. Walter Klei schaut verschmitzt und ein wenig stolz. Gerade haben ihn Sabine Kolbe und Angelika Kalina gelobt. Sie sind sogenannte Jungimkerinnen. Vor einigen Monaten traten sie dem Imkerverein Asemissen und Umgegend bei. Beide betreuen inzwischen eigene Völker. Der Ubbedisser Walter Klei hatte im Frühjahr den Vorsitz des Vereins übernommen und einen wöchentlichen Imkertreff im Kulturtreff des Leopoldshöher Heimathofes eingerichtet. Der Aufruf Kleis hatte Erfolg. Von 13 Mitgliedern im Winter ist der Verein auf 28 Mitglieder angewachsen. Nicht alle sind Imker, aber Familienmitglieder von Imkern. Am Heimathof stehen seit dem Frühjahr einige Bienenstöcke des Imkervereins. Klei hatte die Verantwortlichen des Heimatvereins Leopoldshöhe gefragt. Die sagten sofort zu. Angelika Kalina fand im Internet einen Hinweis auf den Imkerverein und auf Walter Klei. Seitdem kommt sie jeden Montag zum Imkertreff. Erfahrene Imker zeigen ihr an lebenden Bienen und Völkern, wie es geht. „Walter Klei kommt auch zu mir nach Hause, sollte es Probleme geben“, berichtet sie. Ihr Bienenkasten steht in ihrem Garten. Darin lebt ein sogenannter Ableger, ein Schwarm, der von einem anderen Schwarm getrennt worden ist und sich erst seine Königin heranziehen muss. Es sei viel einfacher, mit einem Ableger anzufangen, als mit einem Wirtschaftsvolk, sagt Walter Klei. Ein Schwarm sei die natürliche Vermehrung der Bienenvölker, wirft Ralf Holthöfer ein. Er ist ein erfahrener Imker und war der Imkerpate Walter Kleis. Von ihm hat Klei das Handwerk gelernt. "Ich habe viel gelernt" Seit vielen Jahren schon betreut Holthöfer acht Völker. Von April bis August beschäftigen ihn die Bienen besonders. Im Mai sei an Urlaub nicht zu denken, berichtet er. Jetzt ist der Honig längst geschleudert. Die Bienen bereiten sich auf den Winter vor. Die Imker fangen an, Zuckersirup zuzufüttern, in genau der Menge, die sie an Honig entnommen haben. Es sei schön, mit den Bienen den Jahresverlauf zu erleben, sagt Holthöfer, angefangen vom Reinigungsflug im März bis zur Lindentracht Mitte Juli. Sabine Kolbe hat ein solches Jahr hinter sich. Sie ist wie Angelika Kalina Jungimkerin, hat aber gleich mit einem Wirtschaftsvolk begonnen. Sie besuchte in Paderborn einen Kursus und suchte dann einen Stellplatz für ihre Bienenstöcke. Sie fand den Imkerverein Asemissen und Umgegend. „Ich habe viel gelernt“, sagt sie. Als der erste Honig aus der Schleuder floss, sei sie „total aufgeregt“ gewesen. Acht Kilogramm hat sie aufgefangen. Für eine Anfängerin nicht schlecht. „Berufsimker kommen auf 120 Kilogramm pro Volk“, sagt Walter Klei und wiegt dabei den Kopf: Nicht allen Zahlen dürfe man Glauben schenken. Bei ihm seien 25 bis 40 Kilogramm Honig pro Jahr und Volk üblich. Sabine Kolbe ist froh, dass das erste Jahr vorüber und gut gelaufen, aber auch, dass es vorbei ist. Sie werde sich bestimmt auf das neue Bienenjahr freuen, sagt sie. „Fünf Jahre sollte man als Imker durchhalten und dann entscheiden, ob man weitermachen will“, rät Klei. Wer beim Imkerverein mitmachen und zum Imkertreff kommen möchte, kann sich bei Walter Klei melden unter Tel. (0 52 02) 8 00 93.

realisiert durch evolver group