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Kinderrocken: Die Pia-Nino Band brachte Kinder und auch ein paar Erwachsene beim Generationenfest auf dem Marktplatz zum Mitmachen. - © Thomas Dohna
Kinderrocken: Die Pia-Nino Band brachte Kinder und auch ein paar Erwachsene beim Generationenfest auf dem Marktplatz zum Mitmachen. | © Thomas Dohna

Die Rockband lässt die Kinder tanzen

Auf dem Leopoldshöher Marktplatz ist es voll. Kinder, Eltern und Großeltern nehmen das Programm gerne in Anspruch. Der Generationentag hat mit seinen zahlreichen Angeboten wieder den Nerv des Publikums getroffen

Thomas Dohna
18.09.2019 | Stand 17.09.2019, 19:06 Uhr

Leopoldshöhe. Marie-Luise Asemissen beobachtet. Sie ist eine der wenigen aktiven Frauen in den Leopoldshöher Kommunalpolitik. „Ich schaue, ob ich Frauen sehe, die wirken, als ob sie in der Kommunalpolitik mitmachen wollen und könnten“, sagt sie. Asemissen steht am Stand der Gleichstellungsstelle der Gemeindeverwaltung. Der Stand ist Teil des Generationentages auf dem Marktplatz. Er wirkt so voll wie selten. Beim Generationentag sollen Leopoldshöher aller Altersgruppen zu ihrem Recht kommen. Viele Angebote sind auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Die Öffentlichkeitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr sind mit ihrer Ape da. In der Nacht hatten sie noch einen Einsatz bei einem Garagenbrand in Bexterhagen. Lars Koppmann pumpt an der Kübelspritze, deren Schlauch ein kleiner Junge hält. Zwar gibt es keine Kinderwehr in Leopoldshöhe, ab zehn Jahren dürfen Mädchen und Jungen bei der Jugendwehr mitmachen. Mitten auf dem Platz hat das Leos seine Kistenrutsche aufgebaut. Väter und Kinder warten in einer Schlange auf die Abfahrt. Mit Kisten haben auch die Kletterer an der Kirche zu tun. Gleich nebenan hat die Verkehrswacht ihren Stand aufgebaut und einen Radfahrparcours eingerichtet. Ein paar Jungen der Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe betreuen die Caféteria im Saal des Gemeindehauses – und freuen sich über ein geschickt herausgeholtes Trinkgeld. Draußen auf dem Marktplatz duftet es in einer Ecke nach Waffeln, in einer anderen nach Bratwurst vom Grill. Im Zelt lassen sich Kinder bemalen und werden so zu Katzen oder Prinzessinnen. Entlang der Volksbankfassade bieten Flohmarktverkäufer Waren an. Auf der Bühne läuft ständig Programm. Die Kinder von Karins Babytreff zeigen mit Tänzen, dass sie so gar keine Babys mehr sind. Die Pia-Nino Band bietet Kindermusik zum Mitrocken – was viele Kinder taten. Marie-Luise Asemissen beobachtet weiter. Es sei schwer, Menschen zu einem Engagement zu bringen, obwohl die Arbeitszeiten kürzer geworden seien und im Alltag die neuen Medien helfen hätten die Menschen immer weniger Zeit. Der Verein „Cup der guten Hoffnung“ organisiert Fußballturniere und unterstützt damit die Kinder- und Jugendhospizarbeit. Ja, sagt Michael Bartsch, Vorsitzender des Vereins, der Generationentag sei eine gute Gelegenheit auf die Arbeit des Vereins aufmerksam zu machen. Die Besucher sehen das offenbar ähnlich. „Ist doch schön hier“, meint ein Großvater, bevor er von seinem Enkel zum nächsten Stand gezogen wird. Die Hüpfburg ist eine der beliebten Stationen.

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