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Der Museumswart: Eberhard Titze betreut seit 14 Jahren das Museum auf dem Heimathof. Im Haupthaus des Hofes Eickmeyer gibt es Exponate aus 200 Jahren ländlichen Lebens. - © Thomas Dohna
Der Museumswart: Eberhard Titze betreut seit 14 Jahren das Museum auf dem Heimathof. Im Haupthaus des Hofes Eickmeyer gibt es Exponate aus 200 Jahren ländlichen Lebens. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Das Heimatmuseum Leopoldshöhe feiert Geburtstag

Seit zwei Jahrzehnten wird im Heimatmuseum Leopoldshöhe alles rund ums Landleben aufbewahrt und ausgestellt. Am 28. August steht eine Feier an.

Thomas Dohna
14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 18:22 Uhr

Leopoldshöhe. Seit 20 Jahren ist es ein beliebtes Ausflugsziel: das Heimatmuseum. Unter dem Motto „20 Jahre Heimatmuseum im Heimathof“ lädt der Heimatverein für Mittwoch, 28. August, zur Geburtstagsfeier ein. Beginn ist um 15 Uhr. Auch Bürgermeister Gerhard Schemmel und der Vorstand des Lippischen Heimatbundes sind eingeladen. Rund 3.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Museum. Ganz gleich, ob Schulausflüge, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Besuche aus Altenheimen – bei jeder Veranstaltung auf dem Heimathof ist auch Eberhard Titze da. Seit 14 Jahren betreut er dort das Heimatmuseum, das es an sich fast so lange gibt wie den Heimatverein. Landleben Doch erst im Haupthaus des ehemaligen Hofes Eickmeyer fand es vor 20 Jahren eine würdige Stätte. Seitdem zeigt der Heimatverein dort hunderte Gegenstände rund um das ländliche Leben in Leopoldshöhe. Seit 2005 begutachtet, sortiert, systematisiert und präsentiert Eberhard Titze die Sammlung. Mit Erfolg – seit 2006 ist das Heimatmuseum Außenstelle des Standesamtes. Die Exponate sind gesammelt, nichts ist gekauft. Das Meiste war auf den Höfen aus der Gegend in und um Leopoldshöhe in Gebrauch, erzählt Titze. In den Seitenkammern des Eickmeyerschen Vierständerhauses von 1793 richtete er Räume ein, die ausgewählte Themen des ländlichen Lebens zeigen sollen: eine Schmiede, eine Waschküche, eine Tischlerei, eine Schlachteküche, eine Wohnküche und natürlich eine „Gute Stube“. In den Kammern des Obergeschosses zeigt Titze eine Jagdkammer und ein Schlafzimmer. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts industrialisierte sich die Landwirtschaft. Mit der Zeit halfen viele kleine Landmaschinen bei der Arbeit. Die zeigt der Heimatverein auf dem Dachboden. Kartoffelsortiermaschinen, Schrotmühlen, eine Drechselmaschine von 1800 und viele andere Geräte, mit denen früher die Menschen auf den Höfen Lebensmittel und Futter ernteten und aufbereiteten. Öffnungszeiten Das Heimatmuseum ist nur bei Veranstaltungen auf dem Heimathof geöffnet. Zehn Jahre unterstützte Melitta Schindler die Arbeit von Eberhard Titze. Seit dem vergangenen Jahr ist Helmut Müller der stellvertretende Museumswart. Mit einem Klönnachmittag im Backhaus soll der runde Geburtstag bei Kaffee und Kuchen eingeläutet werden. Der offizielle Teil beginnt um 16 Uhr. Auch das Leopoldshöher Akkordeonorchester wird spielen.

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