Modenschau: Während ihres Tages der offenen Tür zeigen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe, welche historischen und aktuellen Ausrüstungen es gab und gibt. Die rote Schutzkleidung (vorne l.) tragen die Aktiven bei Gefahrguteinsätzen, vorne rechts ist die Ausrüstung für die Brandbekämpfung unter Atemschutz zusehen. - © Thomas Dohna
Modenschau: Während ihres Tages der offenen Tür zeigen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe, welche historischen und aktuellen Ausrüstungen es gab und gibt. Die rote Schutzkleidung (vorne l.) tragen die Aktiven bei Gefahrguteinsätzen, vorne rechts ist die Ausrüstung für die Brandbekämpfung unter Atemschutz zusehen. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Modenschau bei der Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Leopoldshöhe lädt zu einem gut besuchten Tag der offenen Tür auf dem Gelände der Wache ein

Thomas Dohna
01.06.2019 | Stand 31.05.2019, 18:23 Uhr

Leopoldshöhe. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe hatten sich gut vorbereitet. Ihr Tag der offenen Tür auf dem Gelände ihrer Wache an der Schuckenteichstraße hätte auch bei Regen stattfinden könne. Sie zeigten ihre Fahrzeuge und hatten Attraktionen für Kinder aufgebaut. Höhepunkt war aber die Modenschau. Uwe Mäscher hatte sie organisiert. Zwei Monate hatte die Mannschaft um ihn alte Uniformen zusammengesucht, die Musik zur Modenschau zusammengestellt und ausgewählt, welche aktuellen Ausrüstungen gezeigt werden sollen. Knapp die Hälfte der Frauen und Männer in der Freiwilligen Feuerwehr stellten sich als Models zur Verfügung, weitere sorgten im Hintergrund für den Ablauf. Bis in die 1950er Jahre reichte der Blick zurück. Damals und bis in die 70er Jahre hinein nutzten die Feuerwehrmänner (Frauen durften noch nicht mitmachen) zunächst Restbestände der Wehrmacht wie schwarz gefärbte Stahlhelme und Stiefel. Die typische Farbe der Feuerwehrmänner in den 70er Jahren war orange, zumindest bei der Jacke. Der Helm wurde leichter und leuchtete im Dunklen. Als Beispiel für die 80er Jahre hatten die Wehrleute sogar den mit dem sprechenden Namen „Pferdedecke" versehenen schweren und unbequemen Mantel aufgetrieben. In den 80er und 90er Jahren kam die große Modernisierung. Frauen durften nun auch mitmachen. Die Anzüge schützen nun gegen die Hitze des Feuers und das Wasser gleichermaßen. Die neueste Variante dieser Anzüge ist sandfarben, damit Verschmutzungen besser erkannt werden können. Allerhand Anzüge auf den Einsatzwagen Die Jugendfeuerwehr zeigte ihre Anzüge der vergangen 30 Jahre und an andere Stelle, was sie bei Einsätzen schon leisten kann. Was die Wehrleute an Schutzanzügen und Ausrüstungen für die verschiedenen Einsätze auf den Autos haben, zeigten sie auch: Atemschutzgeräte, Hitzeschutzkleidung vom Poncho bis zum Ganzkörperanzug, Schutz gegen Chemikalien aller Art, Waldarbeiterschutzanzüge für Einsätze bei umgestürzten Bäumen und Wathosen für Einsätze bei Hochwasser, Westen für die verschiedenen Führungspersonen. Besondere Einsätze sind die offiziellen Anlässe. Die ältere Uniform mit schwarzer Hose und blauer Jacke ist längst durch eine modernere Variante abgelöst worden: dem nicht-entflammbaren Kermel-Anzug, der auch während der Einsätze getragen werden kann. Die Verpflegungsgruppe der Leopoldshöher Wehr zeigte mit Kelle und Rührbesen ihre Ausrüstung, bevor sie wieder ihre Plätze an Bratwurst und Suppenstand einnahm. Den Schulungsraum der Wache hatten die Wehrleute in ein gut besuchtes Café verwandelt. Die Vorstellungen der Puppenbühne der Freiwilligen Feuerwehr Extertal fanden vor gut besetzten Bankreihen statt.

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