Plan: Bürgermeister Gerhard Schemmel (l.) und Bauherr Heinz-Jürgen Körber mit den Außenansichten des neuen Kaufhauses. Es soll an die noch rohe Wand (r.) angeschlossen werden. - © Thomas Dohna
Plan: Bürgermeister Gerhard Schemmel (l.) und Bauherr Heinz-Jürgen Körber mit den Außenansichten des neuen Kaufhauses. Es soll an die noch rohe Wand (r.) angeschlossen werden. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Ein Kaufhaus für Asemissen

Einzelhandel: Neue Einkaufsmöglichkeiten auf dem Gelände des Nahversorgungszentrums

Thomas Dohna
25.05.2019 | Stand 24.05.2019, 16:59 Uhr

Leopoldshöhe. Im Frühjahr solle es soweit sein. Dann eröffnet auf dem Gelände des Nahversorgungszentrums in Asemissen ein Kaufhaus. Bürgermeister Gerhard Schemmel und Bauherr Heinz-Jürgen Körber stellten das Projekt vor. Seit 2004 tut sich etwas auf dem Grundstück der ehemaligen Sargfabrik August Köster. Damals, so erinnert sich der Bürgermeister, gingen die Geschäfte des Unternehmens zurück. Die große Fabrikationshalle wurde nicht mehr gebraucht. 2005 legte die Gemeinde einen Bebauungsplan auf. Körber entwickelte das Gelände. Im hinteren Teil der Fläche entstanden über mehrere Zwischenschritte die Gebäude für den heutigen Aldimarkt und den Rewemarkt. 2014 erweiterte Aldi die Fläche des Marktes „Der Aldi hat jetzt die in der Branche gewünschte Größe“, meint Bauherr Körber. Zurzeit sei keine Erweiterung zu erwarten. Erweitert wird zurzeit der Rewemarkt. Auf etwa 150 Quadratmetern entsteht eine Fleischtheke, an der die Kunden bedient werden. „Die wird Rewe selbst betreiben“, sagt Körber. Selbstständige Fleischer seien immer schwerer zu finden. Ende Juli soll die Theke in Betrieb gehen. Lange gesucht Nach den vielen kleineren Veränderungen und Anpassungen der vergangenen Jahre präsentiert Körber jetzt eine echte Neuerung. Auf einer schon zum Teil freigeräumten Fläche entlang der Hauptstraße soll ein kleines Kaufhaus entstehen. „Wir haben lange nach einer Nutzung für die Fläche gesucht“, sagt Bürgermeister Schemmel. Die Gemeinde und der Bauherr hätten zunächst an eine Drogerie gedacht. Nun teilten sich in Deutschland vor allem drei große Anbieter den Drogeriemarkt: DM, Müller und Rossmann. Alle drei zeigten nur sehr verhalten Interesse. Es haben zwar Gespräche gegeben, sagt Schemmel, die hätten aber zu keinem Ergebnis geführt. Dann sei man auf die Idee gekommen, nach Baumärkten zu suchen – erfolglos. Körber kam mit der Familie Rieländer aus Rietberg in Kontakt. Die betreibt unter dem Namen Lüning seit rund 160 Jahren kleine Kaufhäuser, in denen es so ziemlich alles außer Lebensmittel gibt. Für die Familie sei das mit 7.430 Quadratmetern geplante Kaufhaus in Asemissen der Sprung über den Teutoburger Wald. „Die haben Erfahrung mit solchen Flächen“ sagt Körber und ist optimistisch, dass das Konzept bei den Leopoldshöhern ankommen wird. Nicht nur für Asemisser „Das Nahversorgungszentrum nutzen nicht nur die Asemisser“, stellt Bürgermeister Schemmel fest. Die Kunden kämen aus Bielefeld-Ubbedissen und Oerlinghausen. Im Obergeschoss des neuen Gebäudes soll die Tagespflege Asemissen einen weiteren Raum bekommen. „Der Bedarf ist da. Dort gibt es eine Warteliste“, sagt Körber. Für den Sommer erwartet Körber die Baugenehmigung, im kommenden Frühjahr soll die Eröffnung sein. Bis dahin werde auch das Haus Nummer 242 abgerissen sein. Neben dem Kaufhaus soll es auch 30 neue Parkplätze geben, um der viel beklagten Platznot auf dem Areal zu begegnen. Die neu gebaute Lärmschutzwand entlang der Einfahrt von der Hauptstraße aus sei Teil der Baugenehmigung für das Kaufhaus, erklärt Körber. Möglich ist auch ein Wochenmarkt in der noch kleinen Halle der ehemaligen Sargfabrik.

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