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Reservierte Fläche: Der Platz vor dem „B-vier“ macht derzeit noch einen trostlosen Eindruck. Hier entsteht jedoch ein neues Gebäude für einen Kindergarten. - © Knut Dinter
Reservierte Fläche: Der Platz vor dem „B-vier“ macht derzeit noch einen trostlosen Eindruck. Hier entsteht jedoch ein neues Gebäude für einen Kindergarten. | © Knut Dinter

Leopoldshöhe Begegnungszentrum Asemissen wird gut genutzt

„Verwaltung vor Ort“: Bürger aus Asemissen können ihre Fragen stellen

Knut Dinter
17.05.2019 | Stand 16.05.2019, 18:14 Uhr

Leopoldshöhe. Verwaltung findet in Leopoldshöhe nicht allein im Rathaus statt. Die Leitungskräfte begaben sich nach Asemissen, um vor Ort das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Die Versammlung fand im neuen Begegnungszentrum „B-vier“ statt. Neben weiteren Themen stand das Gebäude an der Stelle der früheren Festhalle im Mittelpunkt des Interesses. Man habe mit dem Gespräch eigens bis zur Fertigstellung gewartet, sagte Bürgermeister Gerhard Schemmel vor 40 Anwesenden. Einige glaubten nicht mehr dran „Viele haben ja nicht geglaubt, dass wir das „B-vier‘ hinbekommen, aber ich finde, es ist richtig gut geworden.“ Das Haus werde gut angenommen. Die Sporthalle sei die einzige in der Gemeinde, die nicht dem Schulsport dient und „von früh bis spät von VHS-Kursen und anderen Gruppen genutzt werden kann“. Auf Anfrage von Hartmut Hegels bestätigte Schemmel, dass im „B-vier“ auch Kulturveranstaltungen geplant seien. Weitere Anregungen nehme Quartiersmanagerin Anna-Lena Bargfrede gern auf. Bürger könnten die Räume auch für private Feiern nutzen, sagte Schemmel. „Allerdings müssen sie um 22 Uhr enden. Eine Polonaise draußen um fünf Uhr morgens wie früher wird es definitiv nicht mehr geben.“ Das Gelände an der Westseite des Gebäudes sehe noch wüst aus, räumte der Bürgermeister ein. Das habe einen Grund: „In wenigen Tagen wird hier der Kindergarten mit vier Gruppen entstehen“, sagte er. Er wird das neue Domizil für den bisherigen Kindergarten „Abenteuerland“ an der Straße Bobes Feld. Unendliche Geschichte B 66 Über die „unendliche Geschichte“ der Umgestaltung der B 66 könne man einen eigenen Abend veranstalten, sagte Schemmel. Zum Glück habe der Landesbetrieb Straßen NRW die ursprünglichen Pläne noch einmal überarbeitet, so dass der Verkehr in Leopoldshöhe nun weitaus weniger beeinträchtigt werde. Am 5. Juni würde das neue Konzept vorgestellt. In der Fragerunde sprachen die Bürger zahlreiche unterschiedliche Themen an. Sie reichten von Klagen über zu schnelles Fahren in Tempo-30-Zonen, über zu lauten Lärm von Kinderspielplätzen bis zu gering beleuchteten Radwegen. „Im Winter ist es doch schon ab vier Uhr dunkel“, klagte eine Radlerin. Der Bürgermeister gab ihr Recht, verwies jedoch auf Richtlinien, die an Landstraßen außerhalb von Ortschaften keine zusätzlichen Lampen vorsehen. Wo wilde Partys gefeiert werden Wie in diesem Fall sei die Gemeinde Leopoldshöhe häufig gar nicht die richtige Adresse, erklärte der Verwaltungschef. Wenn zum Beispiel die Bahngleise unbefugt überschritten werden, oder ein Grundstück (Gelände Möbel Fillies) unbebaut bleibe, habe die Gemeinde keine Handhabe. Wenn den Bürgern jedoch auffällt, dass Müll lange an den Straßenrändern liegen bleibe oder ein geschütztes Biotop verunreinigt werde, bat der Bürgermeister um nähere Informationen. Dirk Puchert-Blöbaum vom Fachbereich Bauen, Planen, Ordnung bestätigte: „Geben Sie uns Bescheid, der Müll wird dann weggeräumt. Unsere Mitarbeiter fahren auch regelmäßig Streife mit der Polizei und suchen die Orte auf, an denen wilde Partys gefeiert werden.“ Im Hinblick auf eine mögliche Beteiligung der Anlieger an den Straßenunterhaltungskosten konnte Bürgermeister Schemmel eine vorläufige Entwarnung geben: „Der Rat hat bereits einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der die Beiträge abgelehnt werden.“

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