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Schlüsselübergabe: Uwe Rafflenbeul (Bezirksregierung Detmold), der stellvertretende Bürgermeister Klaus Fiedler, Quartiersmanagerin Anna-Lena Bargfrede und Bürgermeister Gerhard Schemmel mit dem symbolischen Schlüssel für das neue Begegnungszentrum B-vier an der Parkstraße. - © Thomas Dohna
Schlüsselübergabe: Uwe Rafflenbeul (Bezirksregierung Detmold), der stellvertretende Bürgermeister Klaus Fiedler, Quartiersmanagerin Anna-Lena Bargfrede und Bürgermeister Gerhard Schemmel mit dem symbolischen Schlüssel für das neue Begegnungszentrum B-vier an der Parkstraße. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Asemisser nehmen B-vier in Besitz

Begegnungszentrum: Viele Besucher beim Tag der Einweihung. Eine Kindertagesstätte soll entstehen

Thomas Dohna
09.04.2019 | Stand 08.04.2019, 17:21 Uhr

Leopoldshöhe. Schon vor der offiziellen Eröffnung sind der Platz vor und die Räume in dem neuen Begegnungszentrum „B-vier“ gut mit Gästen gefüllt. Viele Asemisser und Bürger aus anderen Ortsteilen sind gekommen, um sich das Haus an der Parkstraße anzusehen und der offiziellen Übergabe an die Bürger in der Sporthalle beizuwohnen. Dort blickten Bürgermeister Gerhard Schemmel und der Leiter der Abteilung Städtebauförderung der Bezirksregierung Detmold, Uwe Rafflenbeul, auf die Ursprünge des „B-vier“ zurück. Rafflenbeul erinnerte an das Jahr 2015. Damals waren 800.000 Geflüchtete nach Deutschland gekommen. „Wir standen vor der Aufgabe, diese Menschen zu integrieren“, sagte er. Integration könne aber nur vor Ort gelingen. Deshalb habe das Land ein 72-Millionen-Programm aufgelegt. Die Geflüchteten könnten Impulse für die Entwicklung der Quartiere geben. Das Programm sei ein Beitrag zur Erhaltung des sozialen Friedens gewesen. Am 12. April 2016 hatte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl den Zuwendungsbescheid für das „Integrationszentrum Parkstraße“ übergeben. Damit verfügte die Gemeinde über 812.000 Euro, um eine 1,16-Millionen-Euro-Investition ins Werk zu setzen. „Das B-vier wird allen Bürgern zu Gute kommen“, gab sich Rafflenbeul überzeugt. Schemmel erinnerte an die Geschichte des Geländes, der Sporthalle und daran, dass die Großgemeinde Leopoldshöhe 2019 seit 50 Jahren besteht. Vorher hätten sich die damals noch selbstständigen Kommunen hübsch gemacht – Asemissen etwa ließ die Festhalle bauen. Große Feste seien hier gefeiert worden. Doch mit den Jahren habe das Interesse nachgelassen. Auch bekamen die Feiernden Ärger mit der Nachbarschaft. Heute dürfen nur noch bis 22 Uhr Veranstaltungen laufen. Der bauliche Zustand der Festhalle verschlechterte sich, bis vom Abriss die Rede war. Das neue Begegnungszentrum werde das Wir-Gefühl der Asemisser stärken, ist sich Schemmel sicher. Mit der geplanten Kindertagesstätte werde der Zentrumsgedanke noch deutlicher. Der Bau soll im Juni beginnen.Die Besucher waren angetan. „Wenn Sie die Sporthalle vorhergesehen hätten . . .“, meinte ein Besucher. „Ist doch toll geworden.“ Auch andere zeigten sich von den Räumen angetan. „Das ist richtig schön hier“, stellte eine Besucherin fest. Die Direktorin der Volkshochschule Lippe-West (VHS) Ute Reichert freut sich über die gute WLAN-Ausstattung. Hier werden daher in Zukunft Smartphone-Seminare stattfinden.Das Leos hatte sein Spielmobil mitgebracht, dessen Spiele viele Kinder gerne nutzten. Viele Geflüchtete waren unter den Besuchern oder halfen an den Ständen. In größten Raum war eine Kaffeetafel aufgebaut, viele Besucher nahmen Kaffee und Kuchen mit auf die Terrasse, um den Sonnenschein zu genießen. Eltern und Kinder stöberten in der Gemeindebücherei in den Beständen. Am Rande stellte die Quartiersmanagerin Anna-Lena Bargfrede zufrieden fest, dass die Räume des Zentrums schon ziemlich gut gebucht seien. „Aber es gibt noch freie Zeiten“, sagte sie.

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