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Die große Terrasse: Von hier geht es in den Raum Myslakowice, dem größten Raum des Begegnungszentrums. Fotos: Thomas Dohna - © Thomas Dohna
Die große Terrasse: Von hier geht es in den Raum Myslakowice, dem größten Raum des Begegnungszentrums. Fotos: Thomas Dohna | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Ein Ort für alle Bürger

„B-vier“: Der Vierklang aus Bewegung – Begegnung – Bildung – Bücherei stand für die Benennung des neuen Begegnungszentrums in Asemissen Pate. Das Haus an der Parkstraße wird am Wochenende eröffnet

Thomas Dohna
05.04.2019 | Stand 04.04.2019, 18:43 Uhr

Leopoldshöhe. Seine schöne Seite zeigt das neue Begegnungszentrum „B-vier" an der Parkstraße von Norden. Eine großzügige Terrasse liegt vor dem Raum Myslakowice, benannt nach einer der Partnergemeinden Leopoldshöhes. Für Sonntag, 7. April, lädt die Gemeinde zu einem Bürgerfest ein. Ab 14.30 Uhr haben die Einwohner Gelegenheit, sich den neuen Ort anzuschauen. „B-vier" steht für „Begegnung, Bewegung, Bildung und Bücherei". Das als Integrationszentrum geplante und nun Begegnungszentrum genannte Gebäude bietet kleinere und größere Räume für Veranstaltungen, Bildungsangebote und Seminare. In der Sporthalle darf und soll sich bewegt werden. Die Zweigstelle Asemissen der Gemeindebücherei ist schon dorthin umgezogen. In einer gemeinsamen Aktion von Bücherei, Bauhof, Gemeindetischlerei und freiwilligen Helfern ist der Umzug innerhalb eines Tages über die Bühne gegangen. Im größten Raum, dem Raum Myslakowice, finden 60 bis 70 Menschen Platz. Wie schon zuvor müssen die Veranstaltungen um 22 Uhr enden, um die Nachbarschaft vor Lärm zu schützen. In dem Gebäude hat auch die Quartiersmanagerin Anna-Lena Bargfrede ihr Büro. Sie bietet offene Sprechstunden an, steht aber auch für Termine zur Verfügung. Sie war im Quartier unterwegs, um zu hören, was das Begegnungszentrum für die Asemisser leisten kann. So sind Angebote für Frauen gewünscht worden, ein Entspannungsseminar auch. Die Räume seien schon reichlich gebucht, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Das Zentrum hätte eigentlich schon am 31. Dezember 2018 fertig sein sollen. Bei den Arbeiten in der Sporthalle stellten Handwerker Risse in den Nagelplatten fest, die die hölzerne Dachkonstruktion zusammenhalten. Die Gemeinde ließ Stahlträger einbauen. Durch den Einsatz der dafür nötigen Maschinen ist der alte Holzschwingboden zerstört worden. Der ist nun ersetzt worden. Die zusätzlichen Kosten für Stahlträger und Boden betragen etwa 100.000 Euro. Mit Ausnahme dieser nicht vorhersehbaren Kosten ist die Gemeinde im geplanten Kostenrahmen geblieben. Für die Gemeinde ist das Zentrum ein Ort für bürgerschaftliches Element. Dort können sich Einwohner Leopoldshöhes auch vormittags treffen. So könnten in dem Zentrum und im Quartier mit Blick auf den demographischen Wandel Generationen übergreifende Anlaufstellen entstehen. Im Quartier lebten auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes junge Familien, an den angrenzenden Straßen ältere Familien und ältere Menschen. Was noch an der Südseite des Begegnungszentrums fehlt, ist die Kindertagesstätte. Sie soll im Laufe des Jahres gebaut werden.

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