Rote Tüten: Claudia Kretschmar und Anja Ober sind mit ihren insgesamt fünf Hunden oft draußen. Die Beiden begrüßen die Initiative der Gemeinde, demnächst rote Hundekottüten in die Spender einzulegen. - © Thomas Dohna
Rote Tüten: Claudia Kretschmar und Anja Ober sind mit ihren insgesamt fünf Hunden oft draußen. Die Beiden begrüßen die Initiative der Gemeinde, demnächst rote Hundekottüten in die Spender einzulegen. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Rot für Hundekot

Gassi gehen: Die Beutel mit tierischen Hinterlassenschaften landen oft im Gebüsch statt im Eimer. Farbige Beutel sollen das ändern

Leopoldshöhe. An sich haben sich nach Beobachtungen des Bauhofleiters Andreas Glatthor die Spender für die Hundekottüten in der Gemeinde Leopoldshöhe bewährt. Viele Hundebesitzer ziehen die Tüten und packen die Hinterlassenschaften ihrer Tiere ein. Was dann aber geschieht, hat Glatthor auf eine Idee gebracht: Die neuen Tüten sind rot. „Wir finden gerade an den übliche Hundespazierwegen immer wieder verschlossene Tüten mit Inhalt – unter den Büschen", sagt Glatthor und schüttelt den Kopf. Die Tüten nach Gebrauch in die Landschaft zu werfen, sei nicht Sinn der Sache. Inzwischen seien die Tüten fast überall zu finden. „Dabei stehen für die Entsorgung der Beutel 140 Abfalleimer zur Verfügung", betont Glatthor. Tüten sind auch biologisch abbaubar Claudia Kretschmar und Anja Ober, Besitzerinnen von insgesamt fünf Hunden, können ein solches Verhalten nicht nachvollziehen. Die beiden sind oft mit dem Wohnmobil unterwegs und sehen auch in anderen Orten die grau-schwarzen Kottüten an Straßen und Wegen und in der Landschaft liegen. „Man kann die Tüten doch in den nächsten Abfallkorb mitnehmen oder zu Hause entsorgen", sagt Claudia Kretschmar. Dazu seien die Tüten doch da. Bauhofleiter Glatthor hat nun rote Tüten beschaffen lassen. Die sind wie die Grauen biologisch abbaubar, fallen aber deutlich auf. Beobachtungen haben ergeben, dass Hundebesitzer die Tüte dort wegwerfen, wo sie nicht gleich entdeckt werden, vor allem in Gestrüpp. Das macht die Sache für Glatthors Mitarbeiter nicht einfacher. Sie müssen die Beutel aus dem Gebüsch fischen. Mit den roten Tüten soll die illegale Entsorgung nun auffälliger werden. Andreas Glatthor hofft, dass Hundebesitzer die Tüten demnächst häufiger in den Abfalleimern entsorgen. „Ich möchte eigentlich nicht erleben, dass die Gemeinde dann rot gesprenkelt ist", sagt der Bauhofleiter.

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