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Imker: Walter Klei ist der neue Vorsitzende des Imkervereins Asemissen und Umgebung. Angst vor Bienenstichen hat er auch am geöffneten Bienenkasten nicht. Im Winter seien Bienen vergleichsweise friedlich. - © Thomas Dohna
Imker: Walter Klei ist der neue Vorsitzende des Imkervereins Asemissen und Umgebung. Angst vor Bienenstichen hat er auch am geöffneten Bienenkasten nicht. Im Winter seien Bienen vergleichsweise friedlich. | © Thomas Dohna

Thomas Dohna Eine Leidenschaft für Bienen

Ehrenamt: Walter Klei ist neuer Vorsitzender des Imkervereins Asemissen und Umgebung. Am Freitag findet das erste Monatstreffen im Kulturtreff auf dem Leopoldshöher Heimathof statt

Thomas Dohna
28.02.2019 | Stand 27.02.2019, 19:51 Uhr

Leopoldshöhe. Zu den Bienen ist Walter Klei durch seine Frau gekommen. Nun ist er neuer Vorsitzender des Imkervereins Asemissen und Umgebung. Mit dem Amt hat der 62-Jährige indirekt die Nachfolge seines Großvaters angetreten. Der hatte den Verein 1920 mit anderen Imkern gegründet. Klei will den Verein in eine neue Zukunft führen, denn Imkern liegt im Trend.Christine Temme wollte die Bäume auf der Obstwiese hinter dem Haus ihres Mannes bestäuben lassen. „Da waren immer weniger Früchte“, erinnert sie sich. Sie kam auf den Gedanken, Bienen diese Arbeit erledigen zu lassen und besuchte Kurse bei der Volkshochschule. Sie besorgte sich zwei Bienenvölker und fragte ihren Mann, ein Tischlermeister, ob er ihr nicht Beuten bauen könne. In den gemeinhin Bienenkästen genannten Beuten brüten die Bienen. Walter Klei waren Beuten aus Holz zu aufwendig. Er besorgte Styropor und baute die Kästen. „In der siebten Woche habe ich mich in die Bienen verliebt“, sagt Klei. Er suchte sich einen Imkerpaten, schaute sich jedes Video übers Imkern an, das er bekommen konnte, und besuchte jeden erreichbaren Vortrag übers Imkern. Schließlich besuchte er sogar einen Königinnenzuchtlehrgang. Im ersten Jahr hatte er schon zehn Völker. Immer mehr Beuten aus Styropor baute er, bis ihm das zu teuer wurde. Da fing Klei an, die Beuten aus Holz zu bauen. Das ist jetzt fünf Jahre her. Seine Holzbauten vermarktet er inzwischen. 46 Völker hat er. Seine Bienen und die seiner Frau stehen längst nicht mehr nur im eigenen Garten. Imker seien bei Landwirten willkommen, erzählt Klei. Wo er anfrage, ob er seine Beuten aufstellen dürfe, werde er mit offenen Armen empfangen. Dabei müsse man darauf achten, dass nicht zu viele Völker an einem Ort sind. Das mache den Bienen Stress und sie müssen zu weit fliegen, um Nahrung für die Brut heranzuschaffen. „Ein Bienenvolk braucht in der Saison 30 bis 40 Kilogramm Pollen“, weiß Klei. Er ist Vorsitzender, sie Schriftführerin Gleich zu Beginn seiner Imkerei suchte er sich einen Verein und fand ihn im Imkerverein Heepen und Umgebung, dann entdeckte Klei den Asemisser Verein. Seit drei Jahren ist er dort dabei. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung stellte er sich erfolgreich zur Wahl. Seine Frau wurde Schriftführerin. Klei möchte den Verein gern zu alter Größe führen. Einige ehemalige Mitglieder seien zu anderen Vereinen abgewandert, es gebe aber auch viele vereinslose Imker. „Viele meiner Kunden sind vereinslos.“ Die Kurse zur Imkerei seien ausgebucht. „Wenn ich etwas vom Imkern erzähle, habe ich gleich eine Traube von Menschen um mich“, berichtet der Imker. Das gehe durch alle sozialen Schichten. Bisher träfen sich die Mitglieder einmal im Vierteljahr. Ab jetzt gebe es monatliche Treffen im Kulturtreff auf dem Leopoldshöher Heimathof. Im Sommer soll es wöchentliche Treffen geben. Auf dem Heimathof werde es dann auch ein paar Bienenvölker geben. Am Freitag, 1. März, 20 Uhr ist das erste Treffen. Es dürfen auch Nicht-Mitglieder kommen.

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