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Noch nicht fertig: Letzte Arbeiten am Integrationszentrum auf dem Gelände der Festhalle stehen noch aus. Zum 31. März soll es fertig sein. - © Manfred Brinkmeier(LZ)
Noch nicht fertig: Letzte Arbeiten am Integrationszentrum auf dem Gelände der Festhalle stehen noch aus. Zum 31. März soll es fertig sein. | © Manfred Brinkmeier(LZ)

Leopoldshöhe Integrationszentrum wird später fertig

Überraschung: Eine nicht geplante Sanierung der Sporthalle kostet die Gemeinde 100.000 Euro

Thomas Dohna
26.01.2019 | Stand 25.01.2019, 18:06 Uhr

Leopoldshöhe. Vor ein paar Tagen sah es auf dem Gelände des Integrationszentrums in Asemissen noch schwer nach Baustelle aus. Der Leiter des Fachbereiches „Bauen“ Dirk Puchert-Blöbaum auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt, dass das Zentrum nicht wie geplant zum 31. Dezember fertig geworden ist. Außerdem haben Bauschäden zu zusätzlichen Kosten geführt. Im April 2016 hatte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl den Förderbescheid an Bürgermeister Gerhard Schemmel überreicht. Im Bescheid stand eine Auflage: Das Geld des Landes, 812.000 Euro, gibt es nur, wenn das Integrationszentrum bis zum 31. Dezember 2018 fertiggestellt ist. Das Land habe bei den geförderten Kommunen gefragt, wie weit sie mit ihren Projekten sind, berichtet Puchert-Blöbaum. Offenbar waren etliche im Verzug. Das Land verlängerte die Fristen um ein Jahr. Die Kommunen mussten die Verlängerung beantragen. Das tat die Verwaltung und bat um Verlängerung bis 31. März. „Wir wollten fertig werden“, sagt Puchert-Blöbaum. Die Bücherei wird im März umziehen Während des Baus traten Verzögerungen auf. Vor allem die Entdeckung, dass das Dach der alten Sporthalle nicht mehr stabil war, brachte den Zeitplan durcheinander. „Die Nagelplatten, die die Holzbinder zusammenhalten, haben Risse“, so beschreibt Puchert-Blöbaum den Befund. Holzbinder sind aus Holzstäben zusammengeleimte Träger. Um die Träger zu ersetzen, hätte das Dach der Sporthalle ab- und wieder neu aufgebaut werden müssen. Das wollte Puchert-Blöbaum vermeiden: „Wir werden Stahlträger einziehen.“ Durch diese Arbeiten wird der alte Holzschwingboden der Halle so beschädigt, dass auch er ausgetauscht werden muss. Die zusätzlichen Kosten beziffert Puchert-Blöbaum mit rund 100.000 Euro. Bei allen anderen Kosten sei die Gemeinde im geplanten Rahmen geblieben. Insgesamt soll das Integrationszentrum 1,6 Millionen Euro kosten. Bis auf die Arbeiten in und an der Sporthalle sei das Integrationszentrum fertig, sagte Puchert-Blöbaum. Die Heizung laufe, Strom sei da und Wasser auch. Die Pflasterarbeiten seien ebenfalls abgeschlossen. Die Möbel seien bestellt, die Bücherei werde im März umziehen. Für den Umzug und ein neues Regalsystem hat die Gemeinde 19.000 Euro angesetzt. Mit dem Integrationszentrum verbunden ist ein auf zwei Jahre befristetes Quartiersmanagement. Die Personalkosten werden zu 70 Prozent vom Land gefördert. Die Sachkosten muss die Gemeinde tragen. Wann mit dem Bau des am Integrationszentrum geplanten Kindergartens begonnen wird, konnte Puchert-Blöbaum nicht sagen.

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