Geehrt, befördert, aufgenommen: (v. l.) Detlef Schewe, Max Schewe, Stefan Wend, Frank Rüter, Tim Schneider, Louisa Tölke, Kai Schewe, Anita Seidensticker, Tilmann Rinsche, Florian Steinkamp, Florian Beyer, Hans-Jürgen Taron und Oliver Niekamp. - © Thomas Dohna
Geehrt, befördert, aufgenommen: (v. l.) Detlef Schewe, Max Schewe, Stefan Wend, Frank Rüter, Tim Schneider, Louisa Tölke, Kai Schewe, Anita Seidensticker, Tilmann Rinsche, Florian Steinkamp, Florian Beyer, Hans-Jürgen Taron und Oliver Niekamp. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Mehr Einsätze für die Feuerwehr

Bilanz: Leopoldshöher Brandschützer blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück, inklusive des Brands in einer Backstube in Asemissen. Ehrung für Hans-Jürgen Taron

Thomas Dohna
08.01.2019 | Stand 07.01.2019, 18:53 Uhr

Leopoldshöhe. 28 Jahre lang ist Hans-Jürgen Taron in der Leopoldshöher Gemeindeverwaltung für die Belange der Feuerwehr zuständig gewesen. Dafür erhielt er nun die selten verliehene Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes. Neben ihm bekamen auch Angehörige der Feuerwehr Auszeichnungen. Darüber hinaus zogen die Führungskräfte bei der Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bilanz. Demnach war das Jahr 2018 das bisher einsatzreichste Jahr der Leopoldshöher Wehr, sagte ihr Leiter Harald Schubert. 103-mal mussten die Männer und Frauen ausrücken, um Brände zu löschen, Menschen nach Unfällen zu bergen oder Waschbären und andere Tiere zu retten. Die 28 einzelnen Einsätze während des Orkans „Friederike“ zählte Schubert dabei als einen „Muttereinsatz“. Unverständnis wegen körperlicher und verbaler Angriffe auf die Einsatzkräfte Seinen persönlich stressigsten Einsatz erlebte Harald Schubert allerdings beim Brand der Backstube am Kreisel in Asemissen. 40 Menschen mussten mitten in der Nacht geweckt und aus ihren über dem Brandherd liegenden Wohnungen gerettet werden. Unverständnis äußerte Schubert gegenüber Kritik am Einsatz des Notfallbusses des Kreises und gegenüber verbalen und körperlichen Angriffen auf Einsatzkräfte. Vier verdiente Feuerwehrmänner zeichnete Leopoldshöhes Bürgermeister Gerhard Schemmel mit dem Ehrenkreuz der Feuerwehr in Gold aus: Unterbrandmeister und Fahrzeugwart Oliver Niekamp, Hauptbrandmeister und Fahrzeugwart Frank Rüter, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Detlev Schewe, und der Unterbrandmeister und Jugendfeuerwehrwart Stephan Wend sind seit 35 Jahren aktive Mitglieder der Feuerwehr. Zwei junge Frauen übernahm Harald Schubert aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Abteilung: Louisa Tölke und Anita Seidensticker. Tilmann Rinsche, Tim Schneider und Florian Beyer sind nach dem erfolgreichen Abschluss des Truppführerlehrgangs nun Unterbrandmeister. Florian Steinkamp und Kai Schewe sind neue Jugendwarte, und Max Schewe ist als Gerätewart für die einwandfreie Funktion der Atemschutzgeräte verantwortlich. »Es ist nicht die Feuerwehr, sondern unsere Feuerwehr« Bürgermeister Schemmel betonte in seinem Grußwort, dass es in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen wichtig sei, Menschen zu haben, die wie in der Feuerwehr Verantwortung übernehmen. Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier lobte die Leopoldshöher: „Ihr seid auf einem guten Weg.“ Thomas Jahn, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat, und CDU-Fraktionschef Axel Meckelmann versprachen, den lange verhandelten Brandschutzbedarfsplan im Februar zu verabschieden. Am Ende ergriff Hans-Jürgen Taron das Wort: 356 Tage im Jahr stehe die Feuerwehr bereit. Da könne man nicht von „der Feuerwehr“ sprechen, sondern müsse „unsere Feuerwehr“ sagen.

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