Baustelle: Tim Cornelsen (l.) von der Leopoldshöher Bauverwaltung steht in etwa dort, wo die Terrasse zu den Veranstaltungsräumen enden soll. Mit Bauamtsleiter Dirk Puchert-Blöbaum (2. v. l.) und Bauleiter Gerrit Bernert (r.) bespricht er jeden Dienstag die Fortschritte. Diesmal ist Frank Thiel (2. v. r.) vom Planungsbüro Schmitz dabei, das die Heizungs- und Sanitäranlage konzipiert. - © Thomas Dohna
Baustelle: Tim Cornelsen (l.) von der Leopoldshöher Bauverwaltung steht in etwa dort, wo die Terrasse zu den Veranstaltungsräumen enden soll. Mit Bauamtsleiter Dirk Puchert-Blöbaum (2. v. l.) und Bauleiter Gerrit Bernert (r.) bespricht er jeden Dienstag die Fortschritte. Diesmal ist Frank Thiel (2. v. r.) vom Planungsbüro Schmitz dabei, das die Heizungs- und Sanitäranlage konzipiert. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Bis Silvester muss alles fertig sein

Integrationszentrum Asemissen: Auf der Baustelle an der Parkstraße haben die Ausbauarbeiten begonnen. Trotz Überraschungen, wie dem Fund eines großen Öltanks, wird der Zeit- und Kostenplan bislang eingehalten

Thomas Dohna

Leopoldshöhe. Das Integrationszentrum an der Parkstraße in Asemissen wird zum 31. Dezember dieses Jahres fertig. Da sind sich sowohl die Bauverwaltung der Gemeinde als auch der Architekt einig. Das Datum ist viel Geld wert. In dem Förderbescheid des Landes für das Zentrum ist festgelegt, dass bis dahin der Bau fertig sein muss, sonst gibt es kein Geld. Mehrere Überraschungen gab es während der Abriss- und Bauarbeiten, die meisten positiv, wenige negativ. „Unter dem alten Sporthaus haben wir einen Öltank gefunden“, berichtet Dirk Puchert-Blöbaum. Er ist der Leiter des Fachbereiches für Bauen und Umwelt der Gemeindeverwaltung. Etwa 25.000 Liter fasste der Tank. „Wir mussten mehrere tausend Liter altes Heizöl, gemischt mit Wasser, von einer Spezialfirma abpumpen und entsorgen lassen.“ Von dem Tank habe in der Verwaltung keiner etwas gewusst. „Er muss abgeklemmt und vergessen worden sein, nachdem das Sporthaus vor vielen Jahren auf Gasheizung umgestellt worden ist“, mutmaßt Tim Cornelsen von der Leopoldshöher Bauverwaltung. Der Fund habe zu Verzögerungen geführt. Eine weitere Überraschung habe es bei der Bodenplatte für die Veranstaltungsräume des Zentrums gegeben, sagte Bauleiter Gerrit Bernert. Sie werden in den ehemaligen Bühnentrakt der abgerissenen Festhalle eingebaut. Die vorgefundenen Konstruktionen seien nicht tragfähig gewesen. Deswegen habe man sie neu bauen müssen. Gemeindebücherei zieht ein Inzwischen steht auf dem neuen Fundament eine Holzständerkonstruktion. Vor den Eingang wird ein Podest gebaut, auf das eine Rollstuhlrampe führen wird. Auf der Terrasse könne im Sommer bis 22 Uhr gesessen werden. Ein schon lange gültiges Urteil beschränkt die Aktivitäten in der Festhalle zeitlich. An der Stelle des alten Sporthauses ist ein Neubau entstanden, in dem unter anderen die Filiale Asemissen der Gemeindebücherei untergebracht werden soll. Dort sind zurzeit die Heizungsbauer aktiv. Fenster und Türen werden eingebaut, anschließend die Wände verputzt. Das gesamte Integrationszentrum und die Sporthalle werden barrierefrei sein. „Wir haben dafür die Türen breiter gemacht“, sagt Bauleiter Bernert. Wobei in einem Detail die Barrierefreiheit nach Norm nicht erreicht wird: Der Flur zu den Duschen der Sporthalle ist nicht so breit, wie er sein müsste, aber immer noch breiter als die breiter gemachten Türen. Die Tür zum Duschraum ist versetzt worden, um die Duschen bodengleich bauen zu können. Die letzten Ausschreibungen laufen laut Bauamtsleiter Puchert-Blöbaum noch. Bislang seien auf jede Ausschreibung Angebote gekommen, wenn auch mal nur eines. Auch angesichts der heiß laufenden Baukonjunktur habe kein Unternehmen Mondpreise gefordert, stellt Bauleiter Bernert fest. „Auf der Baustelle haben wir viele Firmen aus der Region“, sagt Puchert-Blöbaum. So wie es jetzt aussehe, würden der Zeit- und der Kostenrahmen eingehalten.

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