Fluggäste: 14 Kinder sind zum Modellflugtag des Modellflugvereins Bad Salzuflen gekommen und lernten, wie ein Modellflugzeug in der Luft zu bewegen ist. - © Thomas Dohna
Fluggäste: 14 Kinder sind zum Modellflugtag des Modellflugvereins Bad Salzuflen gekommen und lernten, wie ein Modellflugzeug in der Luft zu bewegen ist. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Modellflieger aus dem Internet

Modellflug: Die Mitglieder des Modellflugvereins Bad Salzuflen bieten Jungen und Mädchen auf ihrem Leopoldshöher Gelände einen Flugtag an. Bevor sie eigene Runden drehen, müssen sie erst einmal in den Simulator.

Thomas Dohna

Leopoldshöhe. Das Material quietscht leise, als der Junge die Flügel in den Rumpf des Flugzeuges schiebt. Er baut einen kleinen flugfähigen Segelflieger. Der fünfjährige ist Gast auf den Leopoldshöher Flugplatz des Modellflugvereins Bad Salzuflen. Rund 15 Kinder und Jugendliche haben die Modellflieger eingeladen. Es ist schon eine Traditionsveranstaltung auf dem Gelände. Die Mitglieder des Vereins wollen damit neue, junge Mitglieder gewinnen, sagt Siegfried Geisler. Er ist der Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter des Vereins. Die Mitglieder bieten das Basteln von kleinen Flugmodellen an. Die Kinder und Jugendlichen dürfen auf dem Flugsimulator üben, sie müssen es sogar, wenn sie dann auf dem Platz an der Seite eines erfahrenen Modellfliegers mit einem Flugzeug eigene Runden drehen wollen. „Wenn man das Fliegen am Simulator erst einmal kann, geht es auf dem Platz besser“, sagt Geisler. Wichtig sei, das Fliegen mit dem Querruder zu üben. Und die Unabhängigkeit vom üblichen links und rechts müsse gelernt sein. Die Fernsteuerungen von Anfänger und Lehrer sind per Kabel oder Funk so miteinander verbunden, dass der Lehrer jederzeit eingreifen kann. Elektrisch betriebene Turbinen Aber auch die Senioren sind da. Der Parkstreifen ist voll mit Kombis. Ein Modellflieger braucht Platz im Auto. Ein Jet steigt mit einem eigentümlichen Sausen in den Himmel. Das ist eine der neuen Entwicklungen im Modellflug. Es gebe nun elektrisch betriebene Turbinen, erläutert Geisler. Die größere geben bis zu 6,5 Kilogramm Schub. Damit könne ein Jet senkrecht aufsteigen. Leicht ist so ein Jet, ein paar Kilogramm wiegt er nur. Ein Vater eines der Kinder hält ihn. Der Besitzer lässt die Turbine drehen. Mit Mühe kann den Mann das Flugzeug halten. Fünf Stunden nehmen sich die Modellflieger für ihre Gäste Zeit. „Wir machen dieses Angebot gern“, sagt Geisler. Kinder und Jugendliche kämen so zum Modellfliegen und damit in den Verein. Modellfliegen beschränkt sich dabei nicht nur aufs Fliegen. Die Flugzeuge müssen gebaut, Steuerungen entwickelt und in die Maschinen eingesetzt werden. Viele davon findet sich im Internet, wie auch der gebraucht gekaufte Jet. 70 Euro hat er gekostet, sagt der Besitzer. Neu wären es wohl rund 150 Euro. Die Bausätze für die Kinder und Jugendlichen hat der Vorsitzende des Vereins selbst gefräst. „Man braucht dazu nur das Material und eine Fräse“, sagt Uwe Eikelmann. Die Datei, die die Fräse steuert, könne man sich aus dem Internet herunterladen. Bei den Leopoldshöher Fliegern gibt es ausschließlich Segelflieger und mit Elektromotoren betriebene Motorflieger, der Emissionen wegen. Modellflugzeuge mit Verbrennungsmotor sind lauter, betont Siegfried Geisler.

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