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Ein Polizeiwagen steht vor dem Haus, in dem die Bluttat geschah. - © Torben Gocke
Ein Polizeiwagen steht vor dem Haus, in dem die Bluttat geschah. | © Torben Gocke

Halbschwester (15) tatverdächtig Bluttat in Detmold: Junge mit 28 Messerstichen vermutlich im Schlaf getötet

Die Obduktion des Jungen lässt grausame Schlüsse zum Hergang der Tat zu. Erstmals äußern sich die Ermittler auch zu den Motiven.

08.11.2019 | Stand 08.11.2019, 22:08 Uhr |

Detmold (anwi). Der Körper des in Detmold getöteten Dreijährigen wies 28 Messerstiche auf. Das sei das vorläufige Ergebnis der Obduktion, teilten Staatsanwaltschaft Detmold und Polizei Bielefeld am Freitag mit. Der Junge habe zum Tatzeitpunkt wahrscheinlich geschlafen. Abneigung gegen Halbbruder als mögliches Motiv Die verdächtige 15-jährige Halbschwester des Jungen habe in einem schwierigen familiären Umfeld gelebt und eine tiefe Abneigung gegen den kleinen Halbbruder entwickelt, erklären die Ermittler das mögliche Motiv. Die Jugendliche war am Morgen nach der Tat nach einer Fahndung in Lemgo festgenommen worden. Sie leistete keinen Widerstand. In der Vernehmung der Polizei und vor dem Haftrichter habe sie die Tat "ausdrücklich nicht" bestritten und sich selbst für die Täterin gehalten. Nach eigenen Angaben habe sie jedoch Erinnerungslücken. Haftbefehl erlassen Der Haftrichter des Amtsgerichts Detmold erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründe und Heimtücke. Haftgrund sei neben der Schwere der Tat auch Fluchtgefahr. Die Beschuldigte werde nun in die für junge Gefangene zuständige JVA Iserlohn gebracht. Außerdem werde demnächst ein psychiatrischer Sachverständiger untersuchen, ob die Beschuldigte bei Begehung der Tat schuldfähig war.

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