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Übersetzer Mehmet Şirin Demir, der Angeklagte und sein Anwalt Remzi Yalcin. - © Erol Kamisli
Übersetzer Mehmet Şirin Demir, der Angeklagte und sein Anwalt Remzi Yalcin. | © Erol Kamisli

Detmold Maden-Vorfall in Detmolder Restaurant: Urteil ist rechtskräftig

Im Juni 2018 hatte sich ein Gast des spanischen Restaurants bei den Lebensmittelkontrolleuren gemeldet. Er hatte Maden in seiner Fischsuppe gefunden.

Erol Kamisli
11.09.2019 | Stand 11.09.2019, 10:20 Uhr

Detmold. Wegen unhaltbarer hygienischer Zustände hat der Kreis Lippe am 6. Dezember 2018 ein Restaurant in Detmold geschlossen. Es folgte ein Gerichtsprozess gegen den Inhaber des „Toro Blanco", der zu einer Geldstrafe von 10.400 Euro verurteilt wurde. Dagegen legte dieser Revision ein. Sein Verteidiger und die Staatsanwaltschaft haben heute ihre Berufungen vor dem Detmolder Landgericht zurückgezogen. Im Juni 2018 hatte sich ein Gast des spanischen Restaurants bei den Lebensmittelkontrolleuren gemeldet. Er hatte Maden in seiner Fischsuppe gefunden. Diese wurden auch im Kühlhaus des Restaurants gefunden – dazu unter anderem auch noch verdorbenes sowie verschimmeltes Fleisch und viele andere Lebensmittel. 197 Kilo Lebensmittel wurden aus dem Verkehr gezogen Die Kontrolleure zogen 197 Kilo Lebensmittel aus dem Verkehr, die auf keinen Fall mehr hätten verzehrt werden dürfen. Der Inhaber ließ Küche und Kühlraum gründlich reinigen und durfte nach einer Kontrolle wieder öffnen. Es folgten weitere Überprüfungen und wieder wurden massive Hygieneverstöße festgestellt. Der Kreis erstattete Strafanzeige gegen den Restaurantbetreiber. Das Gericht verurteilte ihn wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz zu 160 Tagessätzen zu je 45 Euro, damit wäre der Detmolder vorbestraft. Für den Inhaber kamen außerdem Geldbußen in Höhe von 3.200 Euro dazu. Für das Gebäude des ehemaligen Toro Blanco in Detmold, das der Krombacher Brauerein gehört, wird schon seit längerer Zeit ein neuer Gastronom gesucht. „Aktuell sind wir bezüglich eines Verkaufs des Objektes in konkreten Verhandlungen", sagt Peter Lemm, Sprecher der Krombacher Brauerei.

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