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Alice Weidel hatte Strafanzeige gegen den Detmolder Regisseur erstattet. - © picture alliance/Armin Weigel/dpa
Alice Weidel hatte Strafanzeige gegen den Detmolder Regisseur erstattet. | © picture alliance/Armin Weigel/dpa

Detmold Alice Weidel zeigt Detmolder Regisseur an - nun muss er Sozialstunden ableisten

In einem Tweet hatte sich der Theatermacher zu den Ereignissen in Chemnitz geäußert.

Sven Koch
12.11.2018 | Stand 12.11.2018, 20:48 Uhr

Detmold. Wegen seiner Äußerungen zu den Vorfällen in Chemnitz muss der freie Detmolder Regisseur Reiner Woop nun Sozialstunden ableisten. Das berichtet die LZ. Das Verfahren gegen ihn sei aber eingestellt, sagt Woop. Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, hatte nach eigener Darstellung Strafanzeige gegen Woop erstattet. Weidel hat dazu am Wochenende auf ihrer Facebook-Seite geschrieben: „Anlässlich der Entwicklungen in Chemnitz forderte der Detmolder Theater-Regisseur Reiner Woop auf Twitter, eine Mauer um Sachsen zu errichten, um anschließend Napalm einzusetzen. Wörtlich schrieb Woop: ,#Chemnitz Mauer um Sachsen, AfD rein, Dach drüber, Napalm und Tür zu.‘ Ich habe daraufhin Strafanzeige gegen Herrn Woop erstattet – mit Erfolg. Denn Herr Woop muss nun, nach Aufforderung der Staatsanwaltschaft, 150 Sozialstunden ableisten. Tut er das nicht, landet er vor Gericht." Die Sozialstunden erfüllt er mit Freude Woop hatte mit seiner Äußerung auf Twitter die Proteste in Chemnitz nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Deutschen kommentiert. Den Beitrag hatte er nach heftiger Kritik gelöscht und im Gespräch mit der LZ eingeräumt, er habe versäumt, den Beitrag als Ironie zu kennzeichnen. Er sei selbst halber Sachse. Was die erfolgte Strafanzeige gegen ihn angeht, bestätigt er: „Das Verfahren ist mit der Auflage von Sozialstunden eingestellt worden. Ich werde diese mit Freude und sehr gerne erfüllen."

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