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Übergabe: Der Hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) präsentiert die neueste Version des Kampfpanzer Leopard 2. - © picture alliance/dpa
Übergabe: Der Hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) präsentiert die neueste Version des Kampfpanzer Leopard 2. | © picture alliance/dpa

Neuestes Modell Modernste Panzer kommen nach Augustdorf

Die Bundeswehr hat 104 „Leopard 2 A7V“ bestellt. Soldaten des Panzerbataillons 203 bekommen jetzt symbolisch den Fahrzeugschlüssel vom Hersteller überreicht

Dirk-Ulrich Brüggemann
07.11.2019 | Stand 06.11.2019, 19:15 Uhr

Augustdorf. Der modernste Kampfpanzer der NATO wird in der Augustdorfer Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne beheimat sein. Beim Hersteller Kraus-Maffei Wegmann in München haben Soldaten der 3. Kompanie des Panzerbataillons 203 symbolisch den Schlüssel des ersten Modells übernommen. Auch das dänische Heer erhielt den neuen Leopard 2 A7V. Das Panzerbataillon 203, das zur Panzerbrigade 21 „Lipperland" gehört, wird zukünftig mit 14 „Leoparden" der neuesten Generation ausgestattet sein. Das „A7" steht für die siebte Generation des „Leopard 2", das „V" für „Verbessert. „Gegenüber dem Leopard 2 A7 zeichnet sich der Leopard 2 A7V durch gesteigerte Nachtkampffähigkeit, zusätzliche Schutzmaßnahmen und eine leistungsstärkere Klimatisierung des Innenraums aus. Zudem wurde die Feuerleitanlage des Kampfpanzers sowie die Anbindung an Führungssysteme verbessert", erklärt Martin Waltemathe, Pressesprecher der Augustdorfer Brigade. 104 neue Panzer bestellt 104 dieser Fahrzeuge hat das Bundesverteidigungsministerium bestellt, sie sollen bis zum Jahr 2023 an die Truppe ausgeliefert werden. „Im kommenden Jahr nehmen Besatzungen des Bataillons an Erprobungen der neuen Version des Leopard-Kampfpanzers teil. Die Auslieferung des Gerätes ist für das Jahr 2022 vorgesehen. Eine Erprobung in Augustdorf ist derzeit für den Herbst 2021 geplant", ergänzt Waltemathe. „Mit dem Kampfpanzer Leopard 2 A7V kommt erneut modernstes Gerät an den Bundeswehrstandort am Sennerand. Im Januar bereitete das Panzergrenadierbataillon 212 dem Schützenpanzer „Puma" einen feierlichen Empfang in Augustdorf." In der NATO feiert der Kampfpanzer seit der Krim-Krise eine Art Comeback. Die Panzerbrigade 21 verfügt über zwei gepanzerte mechanisierte Kampftruppenbataillone, die die Durchsetzungsfähigkeit des Großverbandes in konventionellen Landkriegsoperationen sicherstellen. Übrigens gab es vor über 100 Jahren schon einmal ein deutschen Panzer mit der Bezeichnung A7V. Diese Panzer wurden in Frankreich während des ersten Weltkriegs nahe der nordfranzösischen Stadt St. Quentin eingesetzt. Die Ungetüme sollten Bewegung in den Stellungskrieg bringen.

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