Realschulduell: Sennestadt (in grünen Trikots) gegen SHS. Die Theodor-Heuss-Schüler gewinnen das Spiel und das Turnier. - © Sigurd Gringel
Realschulduell: Sennestadt (in grünen Trikots) gegen SHS. Die Theodor-Heuss-Schüler gewinnen das Spiel und das Turnier. | © Sigurd Gringel

Schloß Holte-Stukenbrock Schlusspfiff für das Traditionsturnier

Schulsport: Weil die Realschule in diesem Sommer ausläuft, findet das traditionelle Hallenturnier der Schulen zum letzten Mal statt. Die Gesamtschule will das Konzept aber fortführen

Schloß Holte-Stukenbrock. Lehrer Ulrich Wetzke hat 1984 zum ersten Mal das Hallenfußballturnier der Realschule organisiert; seitdem hat es immer stattgefunden, betont er, stets am Tag vor den Halbjahreszeugnissen. Weil die Realschule bekanntlich im Sommer ausläuft, ist erst einmal Schluss damit. Die Gesamtschule will das Traditionsturnier allerdings weiterführen. Das versicherte die stellvertretende Schulleiterin Daniela Hartmann. Vielleicht sogar mit Ulrich Wetzke als Mitorganisator. „Ich habe noch ein Jahr bis zur Pensionierung", sagt er. Sein letztes Schuljahr würde er gern an der Gesamtschule verbringen, dafür muss er sich aber bei der Bezirksregierung bewerben. Das Ergebnis steht noch aus. Das Endergebnis des letzten Turniers steht aber fest: Die Theodor-Heuss-Realschule Sennestadt gewann alle sechs Spiele und holte den Pokal. Zweiter wurde das Team 1 der Realschule SHS. Höchststrafe: Turniersperre 1984 wurde die Sporthalle an der Realschule fertiggestellt. Ulrich Wetzke, damals 30 Jahre alt und als Lehrer dort tätig, wollte sie mit Leben füllen. Die Schulen aus Schloß Holte-Stukenbrock und den Nachbarn aus Verl, Augustdorf, Oerlinghausen und Sennestadt gehören zu den festen Gästen. Das Turnier sei bei den Schülern so beliebt, dass es sogar als Strafandrohung funktioniere. Höchststrafe fürs heimliche Rauchen ist zum Beispiel, nicht am Turnier teilnehmen zu dürfen. Einmal, als die ehemalige Schulleiterin Ingrid Domeier die Fortsetzung des Turniers in Frage gestellt hatte, habe Ulrich Wetzke seine Spieler in deren Büro antreten lassen und gefragt, welcher der schönste Schultag des Jahres sei. „Alle haben gesagt: das Turnier", setzt Wetzke die Anekdote fort. Er selbst hat als Aktiver mit dem TSV Detmold in der Landesliga gespielt, als Trainer die B-Lizenz erworben und verschiedene Jugend- und Seniorenmannschaften trainiert. In den 35 Jahren Schulfußball hat er auch einige Talente gesehen, die in den Jugendmannschaften des SC Verl, Arminia Bielefeld oder SC Paderborn kickten. Erinnern kann er sich noch an den Verler Lukas Krause (jetzt FC Kaunitz) und den Schloß Holter Mike Lakämper (VfB Schloß Holte). Die Bewirtung des Turniers hat Lehrerin Birgit Wetzke mit ihrem Hauswirtschaftskurs übernommen.

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