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Hansi Münstermann (ehem. Schulamtsleiter), Georg Rebmann, Manfred Hahne (beide FC PEL) und Schulamtsleiter Stefan Gördemann freuen sich überdie optimalen Bedingungen auf dem neuen Kunstrasenplatz. - © Hermann Ludwig
Hansi Münstermann (ehem. Schulamtsleiter), Georg Rebmann, Manfred Hahne (beide FC PEL) und Schulamtsleiter Stefan Gördemann freuen sich überdie optimalen Bedingungen auf dem neuen Kunstrasenplatz. | © Hermann Ludwig

Willebadessen Peckelsheimer Kunstrasenplatz offiziell übergeben

Der Sportplatzbau in Peckelsheim wird zu 90 Prozent gefördert. 46.000 Euro kommen aus dem städtischen Haushalt. Der Platz soll auch der Integration dienen.

Hermann Ludwig
04.12.2019 | Stand 04.12.2019, 08:44 Uhr

Willebadessen-Peckelsheim. Seit Mitte Oktober wird der neue Kunstrasenplatz in Peckelsheim schon für den Trainings- und Spielbetrieb genutzt, jetzt ist er offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. „Der Zeitpunkt passt perfekt, zumal der FC Peckelsheim/Eissen/Löwen mit seiner ersten Mannschaft in der Bezirksliga am Sonntag die ersten Punkte auf dem neuen Platz verbuchen konnte", sagt Hubert Gockeln, Fraktionsvorsitzender der CDU. Als Bund und Land hohe Fördergelder signalisierten, wurde auf Antrag der CDU der Bau eines Kunstrasenplatzes beschlossen, letztlich auf dem von vielen Fußballern geschätzten Naturrasenplatz. „Das war sicherlich schwer zu vermitteln, aber unter dem Strich ist es eine sinnvolle Maßnahme, von der alle Vereine im Stadtgebiet profitieren", meint Gockeln. „Am Wochenende sind im Kreis viele Spiele ausgefallen, in Peckelsheim konnte gespielt werden", berichtet der Fraktionsvorsitzende. „Diese Entscheidung ist auch manchem im Rat nicht leicht gefallen", ergänzt Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Die neuesten technischen Standards Mehr als 450.000 Euro hat der neue Kunstrasensportplatz in Peckelsheim gekostet, der nach den neuesten technischen Standards aufgebaut ist. 46.000 Euro kamen aus dem städtischen Haushalt, 340.000 haben der Bund und 69.000 Euro das Land bezahlt. Die Förderung von 90 Prozent konnte auf den Weg gebracht werden, weil der Sportplatz integrativ genutzt werden soll. „Da wollen wir ausdrücklich Projekte auf den Weg bringen", erklärt Bürgermeister Bluhm. Der Sportplatz könne nach Absprache mit Stefan Gördemann, Leiter des Schulverwaltungsamtes, auch von Gruppen genutzt werden. Gördemann will zum Frühjahr auch einen Belegungsplan erstellen, schließlich sei im März und April mit einem großen Nutzungsandrang zu rechnen. Bei dem neuen Kunstrasen handelt es sich nach Informationen von Stefan Gördemann, Leiter des Schulverwaltungsamtes, um einen Boden mit besonders langen gekräuselten Fasern, die das Füllmaterial Kork besonders gut halten. Ursprünglich war ein Kunststoffgranulat vorgesehen, das dann in die Diskussion geriet. Gerade noch rechtzeitig konnten die Verantwortlichen nach einem Besichtigungstermin beim Hersteller umschwenken. „Der jetzt verwendete Bodenbelag soll besonders langlebig und für die Sportler gelenkschonend sein. In den ersten Jahren ist er nach Auskunft des Herstellers nahezu wartungsfrei", berichtet Stefan Gördemann. Erst nach einigen Jahren sei eine neue Korkfüllung vonnöten. Mit der offiziellen Übergabe des Platzes in Peckelsheim an den Hauptnutzer, den FC Peckelsheim-Eissen-Löwen (PEL), ist ein weiteres Kapitel Sportplatzbaugeschichte geschrieben worden. 2005 wurde der Platz am Schulzentrum von einem Aschenplatz in einen Rasenplatz umgewandelt, der neben dem Rasenplatz in Willebadessen zu den besten Plätzen im Kreisgebiet gehörte. Auch mit Blick auf die Nutzung durch die Schulen war die Entscheidung für den Kunstrasen in Peckelsheim gefallen. Letztlich hätten die Vorteile des neuen Geläufs den Ausschlag gegeben. Er sei eben nahezu ganzjährig von Vereinen und von den Schulklassen nutzbar. „Nur bei Schneefall wird es schwierig", meinte Stefan Gördemann. Auch Hobbygruppen können den Platz nutzen Elf Fußballteams des FC PEL, drei Teams aus Niesen und sieben aus Willebadessen können den Platz bei Bedarf für Training und Spiel nutzen. Zudem soll der Platz auch Hobbygruppen zur Verfügung stehen. Bürgermeister Hans Hermann Bluhm appelliert in diesem Zusammenhang an alle Nutzer, auch Rücksicht auf Nachbarn zu nehmen und vor allem die zur Verfügung stehenden öffentlichen Parkplätze am Hallenbad und an der Stadthalle zu nutzen. „Es kann nicht sein, dass den Anliegern die wenigen Parkplätze genommen werden", so Bluhm. Dazu will man sich in der nächsten Zeit zusammen setzen, um Lösungen zu finden. Inwieweit ein neues Sportheim in die Gesamtanlage integriert werden kann, ist noch offen. Auch dazu sollen noch Gespräche geführt werden. „Man muss miteinander reden", erklärt Bürgermeister Bluhm. Optimiert werden muss derzeit noch die Flutlichtanlage, da werden die LED-Lampen noch ergänzt und nachjustiert.

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