In den frühen Morgenstunden rückten Mitarbeiter des Landestraßenbauamtes und des Willebadessener Bauhofes aus, um die gesperrte Straße wieder befahrbar zu machen. - © Hermann Ludwig
In den frühen Morgenstunden rückten Mitarbeiter des Landestraßenbauamtes und des Willebadessener Bauhofes aus, um die gesperrte Straße wieder befahrbar zu machen. | © Hermann Ludwig

Willebadessen Schlammmassen überspülen Straße zwischen Peckelsheim und Schweckhausen

Die Landstraße war bis in die späten Vormittagsstunden gesperrt

Hermann Ludwig
21.05.2019 | Stand 21.05.2019, 15:29 Uhr

Schweckhausen/Warburg. Schlammmassen haben in der Nacht zum Dienstag die Landstraße zwischen Peckelsheim und Schweckhausen überspült. Nach den heftigen Regenfällen des Tiefs "Axel" sind auch Teile der Ortsdurchfahrt mit Schlamm überspült worden. Die Feuerwehr wurde Dienstagnacht gegen 2.45 Uhr alarmiert. Bei den Reinigungsarbeiten wurden die Einsatzkräfte der Löschgruppe Schweckhausen vom Löschzug Peckelsheim unterstützt. 20 Feuerwehrleute waren unter Leitung von Brandinspektor Jochen Behler vier Stunden lang im Einsatz. Für die Reinigung der Landstraße kam zunächst auch ein Traktor zum Einsatz. Am frühen Vormittag baggerten auch Mitarbeiter des Landestraßenbauamtes Durchlässe des Straßengrabens und den mit Schlamm voll gelaufenen Graben frei. Teile der Kfz-Werkstatt Engemann standen unter Wasser Ein Teil der Schlammlawine floss in Schweckhausen auch in die Fuchsstraße. Die Kfz-Werkstatt Engemann stand zum Teil unter Wasser. Auch der Mühlenweg vor dem Schloss Schweckhausen musste vom Schlamm befreit werden. Aufwändige Reinigungsarbeiten waren vonnöten. Dabei unterstützte Landwirt Norbert Ungerland den Bauhof mit einem großen Wasserfass. Ortsbürgermeister Heinz-Jürgen Schmitt beobachtete die Säuberungsarbeiten. "Das waren schon enorme Wassermengen die herunter gekommen sind", meinte Schmitt. Schlossbesitzer Stefan M. Rokoss beobachtete, wie das Wasser aus den Drainage-Rohren in die trocken gelegte Gräfte floß. "Dort lag alles weitgehend trocken, damit wir die Grundmauern sanieren können", sagte Rokoss. "Das war schon ein sintflutartiger Regen", konstatierte der Schlossbesitzer, der derzeit die umfangreichen Sanierungsarbeiten beaufsichtigt. "Hoffentlich kommt da nicht noch mehr nach." Mit vor Ort war auch die Polizei. Die Straße zwischen Peckelsheim und Schweckhausen musste bis zum späten Vormittag voll gesperrt werden. Maßnahmen der Landwirte bewähren sich In Warburg fiel mit 48 Liter pro Qudratmeter die mit Abstand die größte Menge in diesem Jahr. In Wormeln, wo es in der Vergangenheit bei Unwettern zu einigen Überflutungen des Sportplatzes gekommen war, verlief der Starkregen ohne Folgen. "Da haben sich die Maßnahmen der Landwirte bewährt", sagt Ortsvorsteher Willi Menge. Oberhalb des Sportplatzes sei am unteren Rand des Ackerfeldes ein rund 25 Meter breite Grünstreifen eingerichtet worden. Die Warburger Feuerwehr rückte in der Nacht gegen 4 Uhr aus, um in Menne den Keller eines Wohnhauses an der Straße Am Sonnenhügel leer zu pumpen. "Wir sind vom Unwetter im Stadtgebiet weitestgehend verschont geblieben", merkt Feuerwehrchef Jürgen Rabbe an.

realisiert durch evolver group