Soll zum Mittelpunkt der Quartiersarbeit werden: Die Grundschule An den Sieben Quellen in Willebadessen wird erweitert und ausgebaut. - © Burkhard Battran
Soll zum Mittelpunkt der Quartiersarbeit werden: Die Grundschule An den Sieben Quellen in Willebadessen wird erweitert und ausgebaut. | © Burkhard Battran

Willebadessen Willebadessener Grundschule soll für 3 Millionen Euro ausgebaut werden

Rat stimmt einer Erweiterung des Kommunalen Entwicklungskonzepts zu

Burkhard Battran
13.04.2019 | Stand 12.04.2019, 20:05 Uhr

Willebadessen. Die Stadt will die Grundschule in Willebadessen aufwerten. Sie soll nicht nur ein Ort sein, wo Kinder lernen. Die Grundschule An den Sieben Quellen soll auch zum Begegnungszentrum für das gesamte Siedlungsquartier werden, wo alle Familien, die im Einzugsbereich der Schule leben, zu gemeinsamen Veranstaltungen zusammenkommen können. Dazu soll der Schule für rund 3,3 Millionen Euro ein Familienzentrum angegliedert werden. 1,8 Millionen Euro davon entfallen auf den Bereich der multifunktionalen Nutzung. Für diesen Betrag der Gesamtinvestition könnte die Stadt eine voraussichtlich 90-prozentige Förderung vom Land erhalten. Dazu ist aber zunächst eine Erweiterung des bestehenden Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) nötig. Den entsprechenden Fachbeitrag hat das Beratungsbüro ARGE Dorfentwicklung jetzt erarbeitet. Er wurde am Donnerstag einstimmig vom Rat angenommen. Damit ist der Weg frei, die notwendigen Förderanträge zu stellen. Ein besonderes Pilotprojekt Die Notwendigkeit zur Angliederung eines soziokulturellen Zentrums an die Grundschule wird mit der besonderen sozialen Situation an der Schule begründet, die von einem Fachbüro untersucht wurde. Kinder aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen besuchen die Willebadessener Grundschule An den Sieben Quellen. Die Kinder lernen dort gemeinsam. Gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen im geplanten Familienzentrum sollen das soziale Miteinander verbessern. VHS, Vereine und freie Angebote zur Nachbarschaftsbildung sollen die Räumlichkeiten des Familienzentrums nutzen können. Schulrat Hubertus Gockeln, der zugleich CDU-Fraktionsvorsitzender in Willebadessen ist, spricht gegenüber der Neuen Westfälischen von einem Pilotprojekt, das auch wissenschaftlich begleitet werden soll und von der Reinhard-Mohn-Stiftung unterstützt wird. Ziel sei es, auch über das Familienzentrum auch die Eltern besser zu erreichen. Ein entsprechendes Belegungskonzept für die Pläne wird vorbereitet. Es soll auch als Grundlage für das geplante Raumprogramm dienen. Ein Mittelpunkt der Quartiersarbeit 212 Kinder besuchen aktuell die Grundschule An den Sieben Quellen. Schulleiterin Beate Bee begrüßt das Vorhaben. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass die Stadt viel Geld in die Hand nimmt, um unsere Schule zu erweitern und ganz besonders auch die Situation des Offenen Ganztags zu verbessern”, erklärt die Schulleiterin. Die Sozialproblematik beurteilt Schulleiterin Bee aber anders als das Fachbüro: ”Wir sind mit Sicherheit keine Brennpunktschule, aber auf der Ebene der Präventionsarbeit halten auch wir es für einen guten Weg, die Schule zum Mittelpunkt der Quartiersarbeit zu machen.” In der zweiten Jahreshälfte soll Baubeginn für das Familienzentrum sein.

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