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Entwurf: Anita Poschmann, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, und Ansgar Grawe vom Bauamt zeigen den Entwurf, wie der Ausbau erfolgen kann. Im Wettbewerb hat sich der Plan des Architektenbüros von Magdalena Köhler und Alexander Otto durchgesetzt. - © Hermann Ludwig
Entwurf: Anita Poschmann, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, und Ansgar Grawe vom Bauamt zeigen den Entwurf, wie der Ausbau erfolgen kann. Im Wettbewerb hat sich der Plan des Architektenbüros von Magdalena Köhler und Alexander Otto durchgesetzt. | © Hermann Ludwig

Willebadessen Erweiterungsbau an der Grundschule "An den 7 Quellen" ist beschlossen

Architektenwettbewerb abgeschlossen. Differenzierung des Unterrichtsangebots

Hermann Ludwig
15.11.2018 | Stand 15.11.2018, 19:38 Uhr

Willebadessen. Der Anbau an die Grundschule „An den 7 Quellen" kann jetzt in Angriff genommen werden. Der Rat hat die weiteren Planungen zur baulichen Erweiterung beschlossen, nachdem der Architektenwettbewerb abgeschlossen ist. Das Partnerbüro Köhler und Otto aus Bad Wünnenberg setzte sich durch. „Wir haben erstmals einen derartigen Architektenwettbewerb durchgeführt. Das war einen lehrreiches und spannendes Verfahren, in dem wir auch dazu gelernt haben", erklärte Anita Poschmann, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters. Eine Fachjury mit Bauexperten und Vertretern aus Rat und Verwaltung hatte die fünf anonym vorgestellten Entwürfe begutachtet und sich einstimmig für den Siegerentwurf entschieden. Begleitet wurde das Verfahren vom Fachbüro Drees/Huesmann. Umfassendes Konzept für Familienzentrum „Die Schule muss erweitert werden und soll sich dabei auch für die Eltern öffnen, die in die schulischen Themen eingebunden werden sollen", erklärte Poschmann. „Dabei soll gleichzeitig ein Familienzentrum entwickelt werden." Insgesamt werden 330 Quadratmeter zusätzlich angebaut, die sich harmonisch an den Altbestand einfügen sollen. „Die Aufgabe für die Architekten bestand auch darin, die Betreuungsräume in das Konzept einzubeziehen", meinte Poschmann. Dies sei bei dem Siegerentwurf am besten gelungen, habe die Jury befunden. Die fünf Entwürfe können am Freitag noch zu den Öffnungszeiten der Verwaltung im Rathaussaal eingesehen werden Die Baukosten werden sich nach ersten Schätzungen wohl auf einen geringen siebenstelligen Betrag belaufen, ein Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung in Höhe von 589.000 Euro liegt bereits vor. Bereits in der Sitzung des Rates im März wurde darüber informiert, dass die „Schule an den 7 Quellen" in Willebadessen weitere Räume benötigt, um eine qualitativ hochwertige Differenzierung des Unterrichtsangebotes umsetzen und das „Gemeinsame Lernen" nachhaltig gestalten zu können. Zudem wird an dieser Schule das Projekt „Grundschule als Familienzentrum" umgesetzt, wofür ebenfalls Räume benötigt werden. Ausbau im laufenden Schulbetrieb Über eine Förderzusage der Reinhard-Mohn-Stiftung für die Dauer von fünf Jahren an die Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter und auf der Grundlage des Votums der Lehrerkonferenz kann dieses Projekt zudem mit der dauerhaften Präsenz einer Sozialarbeiterin oder eines Sozialarbeiters mit der Hälfte der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit realisiert werden. 2019 soll mit der Baumaßnahme begonnen werden, wobei die Herausforderung darin besteht, den Bau auch im laufenden Schulbetrieb zu realisieren. „In den Sommerferien wollen wir mit dem Rohbau beginnen", erklärte Ansgar Grawe vom technischen Bauamt der Stadt. Der Bauchfachmann rechnet mit einer Bauzeit von zehn Monaten. Barrierefreiheit im Fokus Im Fokus bei dem Entwurf steht auch die Barrierefreiheit. Bei dem Erweiterungsbau über zwei Etagen ist vorgesehen, dass ein Aufzug nachgerüstet werden kann. Zudem ist ein Pflegebereich vorgesehen. „Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass auch Kinder mit einem körperlichen Handicap eingeschult werden", ergänzt Anita Poschmann. Der Verwaltungstrakt wird erweitert und schafft mehr Platz für pädagogischen Fachkräfte. Eine separater Eingang ist eingeplant. 220 Kinder müssen in der Grundschule passende Unterrichtsräume vorfinden. Derzeit gibt es acht Klassenräume. Für die vier Jahrgänge, die perspektivisch dreizügig geführt werden, müssen zwei neue Klassenräume und auch Werkräume gebaut werden. „Gut gelöst ist bei dem Entwurf, dass die Differenzierungsräume zwischen den Klassenzimmern angesiedelt sind", sagt Poschmann. Durch die Planung entstehe auch ein attraktiver Lesehof. Der ganze Bau füge sich harmonisch in das Umfeld ein.

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