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WARBURG Dekorativ und kulinarisch ein Hit

Herbstzeit ist Kürbiszeit: Experten verraten, was mit den Kürbissen so alles angestellt werden kann

VON CARMEN PFÖRTNER
25.09.2012 | Stand 24.09.2012, 19:41 Uhr
Landwirt Wolfram Müller-Lütken hält eine Bischofsmütze (Aladin, v. l.), Sweet Lightning, Sweet Dumpling, Muscat de Provence und eine Early Butternut in den Armen. - © FOTO: CARMEN PFÖRTNER
Landwirt Wolfram Müller-Lütken hält eine Bischofsmütze (Aladin, v. l.), Sweet Lightning, Sweet Dumpling, Muscat de Provence und eine Early Butternut in den Armen. | © FOTO: CARMEN PFÖRTNER

Warburg. Ob dick oder dünn, rund oder oval, orange oder quietschgrün – der Kürbis ist in diesen Wochen der Hit auf den Wochenmärkten. Nicht nur als Dekoartikel und Halloween-Maske findet er Gefallen, auch im Kochtopf macht er sich gut. Und ist obendrein auch noch enorm gesund.

"Der Kürbis wird meist rein ökologisch angebaut", sagt Wolfram Müller-Lütken, Landwirt aus Hohenwepel und passionierter Kürbis-Anbauer. Seit 13 Jahren wachsen die verschiedensten Arten von Kürbispflanzen (Cucurbita) auf dem Acker des Hohenwepelers. Sein Favorit ist immer noch der Hokkaido-Kürbis – zumindest für den Kochtopf.

Aber der Experte weiß, dass sich auch die kleineren Geschwister des Hokkaido, die Zierkürbisse, für den Verzehr eignen, theoretisch. "Denn das Verhältnis von Fleisch zu Kernen und Schale ist bei den kleineren natürlich nicht so gut", sagt Müller-Lütken.

Early Butternut, Muscat de Provence, die Bischofsmütze, Sweet Dumpling – auf dem Müller-Lietken-Hof in Hohenwepel sind Kürbisse von dick bis dünn zu haben. "Zwischen 50 Cent und sieben Euro", sagt Müller-Lütken zu den Preisen. 90 Prozent seiner Verkäufe würden allerdings für das vor zehn Jahren aus Amerika importierte Halloween-Fest herhalten müssen.

Schade, denn der Kürbis eignet sich hervorragend für die heimische Küche. Ob klassisch püriert als Suppe, geraspelt auf der Pizza oder ganz stylisch als Kügelchen im Cocktail – der Kürbis ist seit einigen Jahren sowohl in der Profi- als auch in der Hobbyküche wieder gern gesehen.

Der orangefarbene, kleinwüchsige Hokkaido ist dabei der Liebling, der am häufigsten in der Suppe landet, "auch gern mit der Schale", rät der Profi-Koch vom Jägerhof in Willebadessen, Michael Benken.

Mit der gezüchteten Sorte vertragen sich vor allem Orangen, auch Äpfel und Kokosnuss, außerdem asiatische Gewürze wie Chili, Ingwer und Zitronengras. Wolfram Müller-Lütken mag es klassisch: "Einfach ein paar Zwiebeln dazu, abschmecken und fertig."Aus dem birnenförmigen Butternut oder anderen Sorten lässt sich gut Gemüse zubereiten – eine etwas andere Beilage, beispielsweise zu Wild oder Schwein (siehe Rezept). Die eingelegte süß-saure Variante, die gern zu Omas Zeiten auf den Tisch kam, ist nicht jedermanns Sache. "Und heute haben viele Leute keine Zeit mehr zum Kochen, geschweige denn zum Einkochen", sagt Müller-Lütken.

Doch dafür lässt sich der Kürbis, der übrigens schon seit mehr als 100 Jahren auf heimischen Böden wächst, hervorragend lagern: "Kalt und trocken hält er sich noch bis zum Februar", weiß der Landwirt. Und kann dann auch noch genauso verarbeitet werden wie frisch gekauft.

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