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Dr. Helmut Försterling, Hautarzt aus Warburg. - © FOTO: PAUL GERLACH
Dr. Helmut Försterling, Hautarzt aus Warburg. | © FOTO: PAUL GERLACH

WARBURG "Sonne strahlt immer aggressiver"

Hautarzt Dr. Helmut Försterling aus Warburg warnt vor Folgeschäden durch unvorsichtiges Bräunen

28.07.2012 | Stand 27.07.2012, 18:12 Uhr

Warburg (psg). Endlich ist der Sommer da: Freibad, Fußballplatz und Flaniermeile locken die Menschen ins Freie und damit in die Gluthitze der Sonne. Das ist nicht ganz ungefährlich. Paul Gerlach sprach mit dem Warburger Hautarzt Dr. Helmut Försterling darüber, wie man sich vor zuviel Sonne und dem Hautkrebsrisiko schützt.

Was raten Sie Sonnenanbetern, die das herrliche Wetter jetzt zum Bräunen nutzen wollen?
HELMUT FÖRSTERLING: Sie sollten sich nicht in die pralle Sonne legen - am besten überhaupt nicht mehr. Das gilt gerade auch für junge Leute, bei denen Veränderungen auf der Haut vielleicht nicht sofort sichtbar sind, sich aber mit der Zeit summieren. Wir verzeichnen generell immer mehr lichtbedingten Hautkrebs. Die Fälle haben sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht.

Woran liegt das?
FÖRSTERLING: Der Klimawandel ist dafür verantwortlich. Die Sonnenstrahlen werden immer aggressiver. Vor 20 Jahren hatte ich zwei oder drei Patienten am Tag, die mit lichtbedingtem Hautkrebs zu mir kamen. Heute sind es manchmal bis zu 15 Menschen täglich.

Wie kann man sich schützen?
FÖRSTERLING: Man sollte sich mit Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor zwischen 20 und 30 eincremen - und zwar eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad. Das gilt besonders für das Gesicht und die Ohren, die gerne vergessen werden. Kahlköpfige sollten zusätzlich eine Mütze tragen. Am Strand sollten sich die Leute unter einen Sonnenschirm legen. Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man gar nicht in die Sonne.

Was kann ich auf medizinischer Ebenen präventiv machen?
FÖRSTERLING: Für ab 35-Jährige empfiehlt es sich, im Rahmen der Früherkennung alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening vornehmen zu lassen. Das Screening gibt es seit vier Jahren. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Wenn die Patienten rechtzeitig kommen, ist heller Hautkrebs im Frühstadium gut behandelbar. Später muss operiert werden.

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