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BONENBURG/BIELEFELD Polizist ist Lebensretter auch im Privaten

Offizielles Lob für Kommissar Hans Josef Michels

29.10.2010 | Stand 28.10.2010, 19:28 Uhr
Polizist Hans Josef Michels aus Bonenburg rettete mit seinen Stammzellen das Leben einer 43-jährigen Amerikanerin. Der Bielefelder Polizeipräsident Erwin Südfeld belobigte ihn. - © FOTO: NW
Polizist Hans Josef Michels aus Bonenburg rettete mit seinen Stammzellen das Leben einer 43-jährigen Amerikanerin. Der Bielefelder Polizeipräsident Erwin Südfeld belobigte ihn. | © FOTO: NW

Bonenburg/Bielefeld (jr). Schon während seiner Ausbildung zum Polizisten 1996 hatte Hans Josef Michels aus Bonenburg mit Kollegen in Stukenbrock an einer Typisierungsaktion teilgenommen. Vor wenigen Wochen konnte der Polizeikommissar von der Autobahnpolizei mit seiner Knochenmarkspende einer 43-jährigen Leukämiepatientin aus den USA das Leben retten.

Leukämie- oder Blutkrebs-Patienten können nur überleben, wenn sie von einem genetischen Zwilling Stammzellen übertragen bekommen. Die Transplantation ermöglicht oft ein Weiterleben, die Suche nach dem passenden Spender gestaltet sich aber immer schwierig. Die Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hilft bei der Vermittlung. Im Juni hatten sie in Michels endlich den dringend gesuchten genetischen Zwilling für die Amerikanerin gefunden. "Als die mich angerufen haben, musste alles sehr schnell gehen", erinnert sich Michels. "Die Operation ist gut verlaufen, sie hat meine Stammzellen gut vertragen", sagt Michels nicht ohne Stolz. Mehr dürfe der 35-jährige von der Patientin noch nicht wissen. "Das liegt an den strengen Spender-Gesetzen, in den USA sind die noch viel strenger als bei uns. In einem halben Jahr will ich ihr aber einen Brief schreiben."

Für Polizeipräsident Erwin Südfeld war die "Lebensrettung außer Dienst" Anlass genug, um seinem Mitarbeiter besonders zu danken. Er lud Michels in sein Präsidialbüro zu Kaffee und Keksen ein und überreichte ihm eine Urkunde und das Dankschreiben der DKMS.

Südfeld begrüßt, dass sich zahlreiche Kollegen in seinem Präsidium wie Michels als potentielle Spender registrieren ließen. Auf der Sanitätsstelle stehe der Polizeiarzt jederzeit zur Beratung weiterer interessierter Kollegen zur Verfügung, betonte Südfeld.

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