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Bonenburg Bonenburgs kleine Einsteins

Kindertagesstätte "Kreuz Erhöhung" ist das erste zertifizierte "Haus der kleinen Forscher"

VON SANDRA WAMERS
15.07.2010 | Stand 14.07.2010, 19:31 Uhr
Hochkonzentriert blickt Vorschulkind John-Michele auf den weißen

Pingpong-Ball, der durch den Luftstrom des pink-farbenen Föns scheinbar schwerelos über den Tischboden tanzt. Dieses Experiment hat John-Michele im "Haus der kleinen Forscher" im Bonenburger Kindergarten gelernt.
Hochkonzentriert blickt Vorschulkind John-Michele auf den weißen
Pingpong-Ball, der durch den Luftstrom des pink-farbenen Föns scheinbar schwerelos über den Tischboden tanzt. Dieses Experiment hat John-Michele im "Haus der kleinen Forscher" im Bonenburger Kindergarten gelernt.

Bonenburg. Feuer, Wasser, Luft - Gefahr. Das Spiel mit den Elementen kennt jedes Kindergartenkind. Zum Spiel kommt jetzt der Forscherdrang. Die Katholische Tageseinrichtung "Kreuz Erhöhung" wurde gestern als erste Einrichtung im Kreis Höxter als "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet.

In dem "Haus der kleinen Forscher" gibt es allerlei wunderliche Dinge zu entdecken: Fliegende Pingpong-Bälle, schwimmende Glasmurmeln, aufblühende Papierblumen und bunte Flaschentornados. Mit solchen Objekten haben sich die elf Vorschulkinder, die unter den Gruppennamen "Kleine Einsteins" geforscht haben, in den vergangenen sechs Monaten ausgiebig beschäftigt. Gestern stand nun die Qualifizierung der Einrichtung zum "Haus der kleinen Forscher" an.

"Bei diesem Projekt wollen wir spielerisch naturwissenschaftliche Phänomen vermitteln", erklärte Erzieherin Hildegard Bernholz, die gemeinsam mit Barbara Niggemann die Experimente mit den Kindern durchgeführt hat. Seit November 2009 läuft die elementare Entdeckungsreise. Dafür haben sich die Erzieherinnen beim Kreis Höxter in einem lokalen Netzwerk der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die ihren Sitz in Berlin hat, schulen lassen. Danach ging es zurück in die Kindertageseinrichtung nach Bonenburg, wo regelmäßig experimentiert, dokumentiert und neue naturwissenschaftliche Fragestellungen erarbeitet wurden.

Auch Landrat Friedhelm Spieker gratulierte der ersten Einrichtung zum Zertifikat "Haus der kleinen Forscher". "Die Bereitschaft der Erzieherinnen, sich regelmäßig weiterzuqualifizieren ist nicht selbstverständlich und erfordert tagtäglich ein hohes Engagement. Dafür möchte ich den Fachkräften herzlich danken", sagte Landrat Spieker. Durch das bereits früh im Kindergarten geweckte Interesse für Naturwissenschaften würden Grundsteine gelegt: "Und später kann daraus ein Arbeitsplatz entstehen, denn wir brauchen naturwissenschaftlich geprägte Ingenieure", so Friedhelm Spieker.

Bundesweit gibt es rund 40.000 Kindertageseinrichtungen, von denen bereits jede vierte am Projekt "Haus der Kleinen Forscher" teilnimmt. "Davon ist Bonenburg jetzt die 680. zertifizierte Einrichtung", resümierte Rainer Lentz, Referent der Berliner Stiftung.

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