HELMERN Ideale der Schützen gelebt

Trauer um Manfred Freiherr von Landsberg-Velen

Manfred Freiherr von Landsberg-Velen. - © FOTO: W. VON RAEDERN
Manfred Freiherr von Landsberg-Velen. | © FOTO: W. VON RAEDERN

Helmern (NW/scho). Manfred Freiherr von Landsberg-Velen verstarb am Samstag, 13. Februar, auf Schloss Dankern im Alter von 86 Jahren. Die Gemeinde Helmern, die Schützenbruderschaft St. Kilian und der Bezirksverband Warburg im Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) haben Freiherr von Landsberg-Velen viel zu verdanken.

Der Verstorbene war von Anfang der 1950er bis in die 1980er Jahre Besitzer des Rittergutes Helmern "und in dieser Zeit in der Gemeinde, den Vereinen und der Kommunalpolitik aktiv", heißt es in einem Nachruf der Schützen. Freiherr von Landsberg-Velen, Träger des Bundesverdienstkreuzes, ist Ehrenmitglied der St.-Kilian-Schützen, dessen König er 1965 war. "Viele gegenseitige Besuche der vergangenen Jahrzehnte brachten die enge Verbundenheit zum Ausdruck", so die Helmerner Schützen.

In den mehr als 30 Jahren seines Schaffens auf dem Gutshof in Helmern habe der Verstorbene viele Ämter in der Kommunalpolitik bekleidet. So sei er von 1956 bis 1974 im Helmerner Gemeinderat und anschließend bis 1979 im Rat der Stadt Willebadessen gewesen.

Besondere Verdienste habe sich der Verstorbene um den Einsatz für das Schulzentrum in Peckelsheim erworben. Mehrere Jahre habe Freiherr von Landsberg-Velen auch im Warburger Kreistag gesessen. In diese Zeit sei die kommunale Neugliederung gefallen. Manfred Freiherr von Landsberg-Velen habe sich zwischen 1958 bis 1982 im Kirchenvorstand der Helmeraner Pfarrgemeinde St. Kilian eingesetzt. Im 1949 gegründeten Bezirksverband Warburg im Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften habe der "Herr Baron" von 1955 bis 1974 das Amt des Bezirksbundesmeisters bekleidet. "Er verstand es, die Ideale des Schützenwesens in die Vorstände der Mitgliedsbruderschaften weiterzutragen und Begeisterung für die Sache der Schützen zu erzeugen", heißt es in dem Nachruf. Begegnungen zwischen Menschen seien dem Verstorbenen ein Herzensanliegen gewesen.

Zur Feier des 60-jährigen Bezirksjubiläums, das im August 2009 in Bühne gefeiert worden war, hielt Manfred Freiherr von Landsberg-Velen die Festansprache. "Darin schwor er die Schützengemeinschaft auf die Prinzipien Glaube, Sitte und Heimat ein", berichten die Schützen. Der Bezirk Warburg und die Helmerner Schützen würdigten seine Verdienste mit mehreren Auszeichnungen: 1993 wurde ihm der Hohen Bruderschaftsorden, im Jahr 2003 der St.-Sebastianus-Ehrenschild vom Bezirksverband verliehen. "Die Kilian-Schützen und der Bezirksverband trauern mit den Angehörigen, den fünf Kindern des Verstorbenen. Das Requiem ist am Freitag, 19. Februar, um 14.30 Uhr im Harener Dom (Emsland). Anschließend die Beisetzung auf dem Familienfriedhof auf Schloss Dankern. Das elterliche Anwesen hatte der Verstorbene seit Ende der 1960er Jahre zu einem Ferienzentrum ausgebaut", so die Schützen.

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