Schirmherr und Bürgermeister Tobias Scherf (v. l.) mit dem Logo des Festivals sowie Ideenwerkstatt-Koodinatorin Valeria Geritzen und Erd-Charta-Botschafterin Dagmar Feldmann mit dem Programm des fünftägigen Events in Warburg.
© Simone Flörke

Warburg Warburg steht fünf Tage im Zeichen der Erd-Charta

Das Programm für das Festival in Warburg rund um das letzte Juni-Wochenende steht. Warum der zehnte Geburtstag der Erd-Charta-Stadt vom Funken zum Feuer werden kann.

Simone Flörke

15.06.2021 - 11:19

Warburg. Jeder Tag hat einen Namen bekommen. Einen Namen, der mit den Grundsätzen und Zielen der der Erd-Charta für eine gerechtere und nachhaltigere Welt eine Verbindung hat: Vom „Freitag der Zukunft" bis zum „Dienstag der Vielfalt" bietet die Erd-Charta-Ideenwerkstatt Warburg ein fünftägiges Festival vom 25. bis 29. Juni mit Drinnen- und Draußen-Angeboten und Aktionen für die ganze Familie an. Das reicht von Gesprächen und Infos über Bewegung wie Laufen und Radfahren bis zu Mitmach-Aktionen wie die Erlebnistour und das Kulturprogramm an vier Abenden. Auch die Internetseite der Ideenwerkstatt ist mittlerweile fertig und unter www.eci-warburg.de erreichbar. Damit feiert die Erd-Charta-Ideenwerkstatt gemeinsam mit den Warburgern und den Menschen in der Region den zehnten Geburtstag der Erd-Charta-Stadt an der Diemel.

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Überparteiliches Engagement von 15 bis 20 regelmäßig aktiven Ehrenamtlichen

Seit November tagt die Ideenwerkstatt bereits und tüftelt am Programm, dessen Mosaiksteine sich nun sukzessive zusammengesetzt haben: Überparteiliches Engagement von 15 bis 20 regelmäßig aktiven Ehrenamtlichen zwischen 25 und 80 Jahren, das der Schirmherr des Festivals, Bürgermeister Tobias Scherf, zu würdigen weiß: Weil die Welt sich drehe – „gefühlt immer schneller und komplexer" – müsse man sich auf das besinnen, was wichtig und erhaltenswert sei: „Es ist derzeit viel Positives in Bewegung fürs Miteinander und den Klimaschutz", sagt er. Und dass man die Menschen bei dem abholen müsse, was sie tun und wo ihre Interessen lägen – um gemeinsam Ziele zu entwickeln und umzusetzen.

Das reiche von der Müllvermeidung bis zum Einkaufen von regionalen Lebensmitteln und einer neuen Wertschätzung des Essens. Zu diesem Innehalten und Nachdenken habe sicherlich auch die Zeit der Pandemie beigetragen. Der Wunsch sei es, die Ideenwerkstatt weiterführen zu können, Warburg als Erd-Charta-Stadt bekannter zu machen und mit dem Dialog für eine gerechtere Welt in die Breite zu gehen, sagt Koordinatorin Valeria Geritzen. Scherf betont, dieses Feuer für solches Engagement brenne von unten – „dafür muss wie hier ein Funke da sein".

Vom Erd-Charta-Schild am Schützenplatz starten zwei bioregionale Radtouren

Scherf trifft zur Eröffnungsveranstaltung in der Stadthalle im Podiumsgespräch auf den früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer aus Höxter sowie weitere Gäste. 350 Menschen sind dazu in der Stadthalle laut Ordnungsamt Warburg zugelassen – getestet, geimpft oder genesen. Die Kontaktrückverfolgung läuft über Luca-App oder Zettel. Töpfer begleitet die Erd-Charta in seiner Funktion als ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Vom Erd-Charta-Schild am Schützenplatz starten während des Festivals zwei bioregionale Radtouren, für Familien und für trainierte Radfahrer.

Auf dem Neustadt-Marktplatz wird es am Festival-Wochenende einen Erlebnis- und Infopavillon geben. Die Erd-Charta-Botschafter rund um Dagmar Feldmann aus Bonenburg laden zu Gesprächen ein und informieren über Ziele und Inhalte der Erd-Charta. Es gibt eine pandemiegerechte Geschichtenerzählung sowie Mitmach-Angebote für Kinder. „Wir freuen uns, neben dem Angebot rund um das Erd-Charta Jubiläum ein attraktives Kulturprogramm anbieten zu können. Besonders nach dem Lockdown ist es wichtig, dass die Kulturangebote schnell wieder aufleben und Künstler wieder Engagements bekommen, darauf haben sie lange gewartet", sagt Valeria Geritzen, die das Kulturprogramms konzipiert hat.

Höhepunkt und Abschluss des Festivals wird die Kooperation mit der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal und der Hansestadt Warburg zur Ausrichtung eines Feierabendmarkts am internationalen Erd-Charta-Tag – mit der Folkband Hilde Wummel und dem Klimakonzert mit dem klimapolitischen Liedermacher Erik Stenzel.

Für alle Veranstaltungen gelten die Corona-Regeln.

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