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Mit großem Engagement haben die Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 a und b jetzt 30 neue Bäume gepflanzt.  - © Hermann Ludwig
Mit großem Engagement haben die Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 a und b jetzt 30 neue Bäume gepflanzt.  | © Hermann Ludwig

Warburg Schulwaldprojekt in Warburg nimmt Formen an

Die Tafel weist auf das Schulprojekt hin. Der Bürgermeister Michael Stickeln würdigt das Engagement der Schüler und Lehrer.

Hermann Ludwig
04.12.2019 | Stand 04.12.2019, 09:39 Uhr

Warburg. Mit einer offiziellen Tafel weist das Gymnasium Marianum jetzt am sogenannten Schwimmbad-Berg unterhalb des Freibades auf den Marianum-Schulwald hin. Schulleiter Frank Scholle und Bürgermeister Michael Stickeln enthüllten die Infotafel jetzt im Beisein der Biologielehrer Sandra Fuchs, Susann Ross-Karstens und Hans Jurczyk sowie der beiden Klassen 7a und 7b. Seit drei Jahren nutzen die Marianer 1.200 Quadratmeter städtischer Forstfläche für ihr Schulwaldprojekt. Dabei pflanzen die Siebtklässler regelmäßig im November oder Dezember je nach Wetterlage neue Bäume, die vor allem unter dem Blickpunkt ökologischer Vielfalt ausgewählt werden. Wurden im letzten Jahr dort Sommerlinden und Buchen eingesetzt, sind in diesem Jahr Elsbeere, Bergahorn und Winterlinde sorgsam gepflanzt worden. Dabei sichert ein Verbissschutz, dass die Stecklinge an nicht vom Rehwild weggeknabbert werden. Neben der Pflanzung neuer Bäume standen zusätzlich noch die Schaffung von Kleinlebensräumen, das Freiräumen sowie Pflegemaßnahmen am bereits vorhandenen Baumbestand auf dem Programm. Im letzten Jahr wurden 150 Bäume von den Siebtklässlern in den Waldboden gesetzt, dann ließ der trockene Sommer doch einige junge Bäume wegen Wassermangels verkümmern. Die jetzt gepflanzten 30 Stecklinge ersetzen den Verlust, bereitgestellt wird das Pflanzgut vom Gemeindeforstamt im Rahmen der Fortwirtschaftspläne für die Stadt Warburg. Baumvielfalt steht im Vordergrund Dabei wird bewusst auf Baumvielfalt geachtet, auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes. „Im Unterricht wird schon thematisiert, wie viel Sauerstoff so ein Baum produziert", erklärt Susann Ross-Karstens. Vom Biologieunterricht her passe das Thema sehr gut in die 7. Stufe. „Die Schüler wissen um die Bedeutung des Waldes. Da man mittlerweile die ersten Erfolge dieser Pflanzaktionen sieht, ist auch eine hohe Identifikation der Schüler mit dem Projekt gegeben", erklärt Ross-Karsten. Auch beim Oktoberwochenlauf werden die Schüler darauf hingewiesen, dass sie ja an ihrem Wald vorbei laufen. „Das erhöht die Wertschätzung", sagt Sandra Fuchs, die sich freut, dass die Schüler so großes Interesse an dem Schulwaldprojekt zeigen. Das Ökosystem Wald steht fest im Lernplan und wird ausführlich besprochen. Bürgermeister Michael Stickeln würdigte das Engagement der Schule für den Wald. „Die Schule hat das Thema Nachhaltigkeit schon vor dem Aufkommen der Friday-for-Future-Bewegung aufgegriffen", lobt Stickeln. „Ihr pflanzt jetzt schon die Bäume, von der nachfolgende Generationen profitieren werden", betont Stickeln.

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