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Neubau geplant: Auf dem Gelände des HPZ St. Laurentius entsteht eine neue Kindertagesstätte. Der CWW-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Vogt, Investor Josef Waldeier und Bürgermeister Michael Stickeln setzen auf eine schnelle Verwirklichung zum Kindergartenjahr 2021. - © Hermann Ludwig
Neubau geplant: Auf dem Gelände des HPZ St. Laurentius entsteht eine neue Kindertagesstätte. Der CWW-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Vogt, Investor Josef Waldeier und Bürgermeister Michael Stickeln setzen auf eine schnelle Verwirklichung zum Kindergartenjahr 2021. | © Hermann Ludwig

Warburg Privater Investor baut Kita auf Warburger HPZ-Gelände

Stadtentwicklung: Mit Blick auf die zukünftige Quartiersentwicklung wird ein Zeichen gesetzt. Weshalb der Germeter Bauunternehmer Josef Waldeier investiert und wo noch bis zu 50 Bauplätze entstehen könnten

Hermann Ludwig
12.09.2019 | Stand 11.09.2019, 21:48 Uhr

Warburg. Um dem steigenden Bedarf an Kita-Plätzen in der Stadt Warburg gerecht zu werden, ist die Stadt Warburg jetzt mit einem privaten Investor und der Caritas Wohnen und Werkstätten (CWW) eine Partnerschaft eingegangen. Auf dem 44 Hektar großen HPZ-Gelände entsteht auf einem Eckgrundstück angrenzend zur Beethovenstraße auf 2.400 Quadratmetern eine viergruppige Kindertagesstätte mit 75 Plätzen. Der Germeter Bauunternehmer Josef Waldeier hat das Gelände von der Caritas gekauft, als Betreiber ist die Katholische Kitas Hochstift GmbH mit im Boot, die in den Kreisen Höxter und Paderborn bislang 94 Kindertagesstätten betreibt. Zum Kindergartenjahr 2021 soll das Projekt fertiggestellt sein. Christian Rodemeyer, Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie beim Kreis Höxter, wies auf die Notwendigkeit neuer Kita-Plätze in Warburg hin. „In Warburg haben sich die Geburtenzahlen seit fünf Jahren auf einem erfreulich hohen Niveau eingependelt", sagt Rodemeyer, der die familienfreundliche Atmosphäre in der Hansestadt lobt. Der Jugendhilfeausschuss habe bereits für das Jahr 2018/2019 einen Bedarf von mindestens drei Gruppen in Warburg anerkannt. Entlastung bestehender Kitas Eine provisorische Bedarfsdeckung sei mit zwei Gruppen in der Eisenhoitschule erfolgt, wo 40 Plätze (12 U-3/28 Ü-3) eingerichtet worden seien. Dabei habe die Stadt schnell und unbürokratisch die bauliche Umsetzung ermöglicht. Faktoren wie die die Neuausweisung von Baugebieten, die weiter zunehmende Nachfrage von U-3-Betreuung vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Beruf und Familie führen nach Angaben Rodemeyers zu einem weiter steigenden bedarf. Im laufenden Jahr erfolge die Betreuung in den vorhandenen Kitas in der Regel mit zwei Überbelegungen, mithin sei der Bedarf vorhanden. „Ein Abbau der Überbelegungen würde zur Entlastung dieser Kitas mit dem Ziel einer Qualitätssteigerung bei der Versorgung mit Betreuungsplätzen führen", so Rodemeyer. Mit dem jetzt angestrebten Projekt werde die vertrauensvolle Zusammenarbeit belohnt. Mit dem Landesjugendamt sollen jetzt zeitnah Gespräche im Genehmigungsverfahren erfolgen. »Die Einrichtung öffnet sich, da ist die Lage doppelt gut« Bürgermeister Michael Stickeln freute sich, dass die Stadt auf dem Gelände der CWW in so günstiger Lage dieses Kita-Projekt umgesetzt werden könne. Mit Blick auf die weitere Stadtentwicklung mit dem Baugebiet Uhlenbreite IV, das sich an das Gelände anschließe, sei die Lage zukunftsfähig. Im Sinne der Stadtentwicklung sei im Zusammenhang mit der Entwicklung des Quartiers Laurentiushöhe der passende Standort gefunden worden. „Die Einrichtung öffnet sich, da ist die Lage doppelt gut", freut sich Stickeln. Die neue Kita werde gleichsam umschlossen von der städtebaulichen Entwicklung. Karl-Heinz Vogt, Vorsitzender der CWW, zeigte sich von der Zusammenarbeit beim Bau der Kindertagesstätte begeistert. Damit werde für die weitere Entwicklung des Quartiers ein wichtiges Signal gesetzt. Mit Blick darauf und mit dem benachbarten neuen Wohngebiet sei die Kindertagesstätte optimal platziert. Mit dem weiteren Fortschritt der Quartiersentwicklung werde das Gelände für die Bevölkerung zugänglich. „Hier soll ein Platz zum Leben, Wohnen und Arbeiten entstehen, da passt die Kita wunderbar dazu", so Vogt. Schließlich könnten ja auch auf dem Gelände des Erzbistums bis zu 50 Bauplätze entstehen, so der CWW-Vorstandsvorsitzende. Die Zuwegung soll über die Beethovenstraße im Bereich des Wendehammers erfolgen, erklärte der Beigeordnete Klaus Braun. Dort würde eine neue Anbindung am Ende des Friedhofs entstehen. Dass die neue Kindertagesstätte allen Kindern offen stehe, erklärte Detlef Müller, Geschäftsführer der Kita Hochstift. Er machte keinen Hehl daraus, dass in der Einrichtung ein Kreuz hängen werde und auch gebetet werde: „Wir werden aber kein Kind wegen eines fehlenden Taufbuches abweisen", so Müller. Klar sei auch die Ausrichtung, dass Kinder mit und ohne Behinderung dort betreut werden können. „Das Thema Barrierefreiheit ist ganz wichtig", so Müller, der auch Wert auf die Kriterien fair, nachhaltig und gerecht legt. Eine ökologische Ausrichtung bei der Bauweise sei angestrebt. Für Investor Josef Waldeier ist es das erste Kita-Projekt. „Die Stadt ist an mich herangetreten, nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung habe ich zugesagt", meint der Germeter.

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