Die Radsportgruppe des Heimatvereins "Alt-Lemgo" mit ihren 40 Teilnehmern war die größte Radtruppe, die am Diemelradweg-Tag teilnahm. - © Hermann Ludwig
Die Radsportgruppe des Heimatvereins "Alt-Lemgo" mit ihren 40 Teilnehmern war die größte Radtruppe, die am Diemelradweg-Tag teilnahm. | © Hermann Ludwig

Warburg Aktionstag auf dem Diemelradweg

Norbert Hoffmann freut sich über reges Treiben auf dem Kälken. Radsportler aus Lippe reisen mit dem Bus an

Warburg. „Auf dem Kälken war richtig was los", freute sich Norbert Hoffmann, Geschäftsführer der Warburg Touristik über die gute Resonanz beim zweiten Diemelradweg-Tag. Fast 200 Radler und Radlerinnen meldeten sich an der Stempelstelle, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Unterwegs waren aber noch viel mehr Menschen. Im Laufe des Tages wurden bei sonnigem Wetter mehr als 500 Gäste an der Altstädter Diemelbrücke gezählt, die dort das kulinarische Angebot in Anspruch nahmen. Der Warburger Sportverein Warburg und das Team des „Musikcafés Zur Tenne" sorgten für die Bewirtung. „Demnächst werden wir den Diemelradweg-Tag jedes Jahr zum Muttertag anbieten", erklärt Hoffmann, der das bunte Bild mit vielen Radsportlern vor der Südansicht genoss. Mit historischen Rädern und passender Kleidung Ein besonderer Anblick war dabei auch der Start von Lorenz Sander und seiner Ehefrau Regina, die mit ihren historischen Rädern und passender Radkleidung von anno dazumal den Weg von Warburg nach Bad Karlshafen in Angriff nahmen – eine sportliche Höchstleistung auf dem Nachbau eines Hochrads von 1870 (Kaiser Imperial). Das antike Herkules-Rad von Regina Sander sorgte am Diemelradweg-Tag ebenfalls für Aufmerksamkeit, war doch der überwiegende Teil der Radler mit dem Pedelec oder E-Bike unterwegs. Vor der fotogenen Südansicht platzierte sich auch eine 40-köpfige Radgruppe aus Lippe, die mit ihrem Tourguide Frank Gröne in Germete gestartet waren und bis Bad Karlshafen fuhren. Unterstützt wurde er von den Tourguides Kurt Diesterheft und Hermann Ludwig. »Wir kommen bestimmt wieder« „Das ist ja eine wunderschöne Strecke, die viel Überraschendes bietet", meinte Frank Gröne. Begeistert waren die Radler aus dem Lemgoer Umfeld auch von den Naturschutzgebieten am Wegesrand. An der Ostheimer Brücke erläuterten bei einer kurzen Pause Tobias Radler und Kai Seidenhefter von der Destille „Fieldfare", wie aus dem Wacholder entlang der Diemelhänge und vielen anderen Zutaten der Diemel-Gin hergestellt wird. Am Wasserschloss Wülmersen lockte eine Führung im sehenswerten Heimatmuseum. „Wir kommen bestimmt wieder", sagte Frank Gröne, „das Tourenangebot ist überzeugend." In Bad Karlshafen gab es zum krönenden Abschluss eine Stadtführung an dem neu gestalteten Hafen. Der Heimatverein „Alt Lemgo" bietet mehrmals im Jahr Radtouren in Deutschland an. Stempeln fürs Gewinnspiel Die 40-Kilometer-Tour bis Bad Karlshafen absolvierte auch eine Radfahrergruppe aus Bonenburg und Ossendorf. Der Rösebecker Karl-Heinz Fleischhacker begleitete als Tourguide eine Radgruppe aus dem Borgentreicher Land, die dann wie viele anderer Radler auch das Angebot nutzten, mit dem Bus der Wisent-Linie zurückzufahren. Entlang des Diemelradweges von der Quelle bei Usseln bis nach Bad Karlshafen gab es auch entlang der 112 Kilometer langen Strecke an zehn Stationen einen Stempel. Wer drei Stempel sammelte, konnte an einem Gewinnspiel teilnehmen. Bis 11 Uhr hatten an der Diemelquelle bei Usseln schon 25 Teilnehmer ihre Gewinnspielkarte abstempeln lassen. Am Endpunkt in Bad Karlshafen, für manche Radler war es auch der Startpunkt, registrierte Astrid Kayser 95 Teilnehmer, die gestempelt hatten. „Ich gehe aber davon aus, dass es noch viel mehr waren, da nicht alle zur Stempelstelle kommen", meinte die Mitarbeiterin der Bad Karlshafen GmbH.

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