Der fotografische Blick zurück zog viele Besucher in den Bann. Die Tischtennisspieler Michael Koch (l.) und Josef Seewald interessierten sich für die sportlichen Ereignisse. - © Hermann Ludwig
Der fotografische Blick zurück zog viele Besucher in den Bann. Die Tischtennisspieler Michael Koch (l.) und Josef Seewald interessierten sich für die sportlichen Ereignisse. | © Hermann Ludwig

Warburg Menner feiern 50. Jubiläum der Gemeindehalle

Viele Ehrengäste kommen zur Jubiläumsfeier, bei der es unter anderem einen Tischtennis-Showkampf gibt

Menne. Am 11. Mai 1969 wurde die Menner Gemeindehalle feierlich eingeweiht, 50 Jahre später wurde mit großer Beteiligung der Menner Bürger das Jubiläum gebührend gefeiert. Michael Blome, Vorsitzender des Hallenbetreiberfördervereins (HBV), konnte viele Ehrengäste begrüßen. Sponsoren und die engagierten Bürger, die seinerzeit großen Anteil am Hallenanbau hatten, konnten sich überzeugen, dass jedes Engagement zur Unterstützung des Hallenbaufördervereins gut angelegt ist. Blome bedankte sich für die vielen Glückwünsche zum Jubiläum und lobte die vielen Initiativen zum Wohl des Gemeinschaftslebens. „Die Gemeindehalle ist als Mittelpunkt vieler Veranstaltungen und Festivitäten aus dem Ort überhaupt nicht mehr wegzudenken und hat darüber hinaus auch das Freizeitangebot hier im schönen Menne nachhaltig bereichert", lobte Bürgermeister Michael Stickeln in seiner Festrede. Besonders stellte Stickeln die Verdienste des Ehrenbürgers der Hansestadt Warburg und damaligen Bürgermeister von Menne, Josef Dierkes, heraus. „Weise, voranschreitend und zupackend wie man ihn kannte, wirkte er als starker Motor dieses Projektes und setzte sich an die Spitze der Bewegung zu dessen Umsetzung", so Stickeln. Der Bürgermeister bezeichnete den Ort, an dem Schützenfeste gefeiert werden, Weihnachtsbälle, Gottesdienste abgehalten wurden und viele andere Festivitäten wie auch Familienfeiern stattfinden, als „Wohnzimmer der Dorfgemeinschaft". Landsatiriker Udo Reineke, der im Nachbarort Nörde lebt, kennt natürlich die Menner Strukturen bestens. Launig erinnerte er an den Bau der „Dierkes‘ Jupp Arena", der mit viel Sachverstand in Eigenleistung auf den Weg gebracht wurde. Ein Großteil der damaligen Helfer war zugegen und freute sich über die Anerkennung. Johannes Müller, der schon beim Hallenbau vor 50 Jahren wichtiger Organisator war, hatte eine Gruppe von zehn Männern zusammengetrommelt, die maßgeblich am Bau beteiligt waren. Die Maurer Josef Floren, Hermann Schulze, Hansi Rose, Heinz Moers und Adolf Scherf, Tischler Willi Klauke und Hermann Fuest, der für die Elektrik zuständig war, Josef Quere, der Malerarbeiten ausführte, sowie die beiden Organisatoren Heinz Peper und Johannes Müller selbst. Die Zeitzeugen Johannes Müller und Gerd Schubert, Vorsitzender des Heimatvereins, ließen die Gäste an ihren Erinnerungen teilhaben. Großzügige Spenden für die Ausstattung mit Tischen Dass die Vereine in Menne an einem Strang ziehen, war auch bei der Organisation der Feier spürbar. Die Vereine, deren Fahnen die Halle schmückte, hatten ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt. Martin Flore hatte Rosen als Dekoration aufgestellt. Die vielen Gäste konnten dabei an den neu angeschafften Klapptischen Platz nehmen. Insgesamt 9.700 Euro konnte der Hallenbauförderverein investieren. Dabei wurde neben Spenden von Bankunternehmen, Vereinen und Bürgerstiftungen auch eine Privatspende der Familie Dierkes eingesetzt. Die Gemeindehalle Menne hat auch für den Sport eine zentrale Bedeutung, daher gab es auch viele sportliche Elemente bei der Jubiläumsfeier. Sportliches Aushängeschild ist die Tischtennisabteilung, entsprechend war auch Programmpunkt gestaltet vom TTA Menne. Profi-Trainer Andrzej Biziorek, der großen Anteil am sportlichen Aufschwung des Tischtennissports in der Region hat, zeigte gemeinsam mit Malte Mutter, Michael Koch und Christian Richau einen Tischtennis-Showkampf. Riesenapplaus gab es auch für Magdalena Biziorek und ihre Freundin Sophia Iglinski, die ihre Beweglichkeit und Rhythmusgefühl bei einer Hip-Hop-Aufführung zeigten. Der Musikverein Menne sorgte für die musikalische Begleitung am Nachmittag. Für die jungen Gäste gab es am Stand des Bewegungskindergartens „Kinderlobby" ein kurzweiliges Programm. Die Schützen hatten einen Spieleparcours aufgebaut, beim Eierlaufen mit Hindernissen und beim Rollbrettfahren konnten alle Teilnehmer ihr Geschick beweisen. Viel beachtet waren auch die Fotowände, an denen die Besucher die vielfältigen Veranstaltungen Revue passieren lassen konnten. Einige Fotografien belegten, wie viele Menschen vor 50 Jahren mitwirkten.

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