Geschichte: Im Warburger gibt es eine Vielzahl unter Denkmalschutz stehender Gebäude. Hier ist die Klosterkirche St. Jakob Sarug zu sehen; auch sie profitiert von der finanziellen Zuwendung des Bundes. - © Burkhard Battran
Geschichte: Im Warburger gibt es eine Vielzahl unter Denkmalschutz stehender Gebäude. Hier ist die Klosterkirche St. Jakob Sarug zu sehen; auch sie profitiert von der finanziellen Zuwendung des Bundes. | © Burkhard Battran

Kreis Höxter 180.000 Euro für den Denkmalschutz im Kreis Höxter

Bund bietet Unterstützung für Gebäude in Höxter und Warburg

Höxter/Warburg. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der gestrigen Sitzung am Fördermittel zur Sanierung von Kulturdenkmälern freigegeben. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase hatte sich als Mitglied des Haushaltsausschusses erfolgreich für die Förderung von Projekten aus seinem Wahlkreis Höxter-Lippe II eingesetzt. Im Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII werden zwei Projekte im Kreis Höxter gefördert: die Sanierung des Tilly-Haus in Höxter (150.000 Euro) und das Kloster St. Jakob in Warburg (29.000 Euro). Christian Haase begrüßt, dass die Bundesregierung Finanzhilfen für den Erhalt von denkmalgeschützten Kirchen und Kulturbauten auch abseits der großen Metropolen zur Verfügung stellt: „Mir ist der Erhalt und die Pflege von Kulturdenkmälern in den Kreisen Lippe und Höxter wichtig. Sie sind von unschätzbarem Wert, um die Geschichte der Region lebendig zu halten und die Identität unserer Städte und Gemeinden zu bewahren." Das 1610 errichtete Tilly-Haus in Höxter ist Bestandteil der Adelshofanlage Heistermann von Ziehlberg. Die bereits fertiggestellten Gebäude der Anlage beinhalten Wohnungen und das überregional bekannte Forum Jacob Pins Kunstverein. Das Tilly-Haus selbst steht seit 1973 leer und soll zukünftig eine Nutzung durch den Verein „Forum Anja Niedringhaus" erhalten. Für die Sanierung des Gebäudes nach denkmalpflegerischen Vorgaben steuert der Bund nun 150.000 Euro bei. Das St. Jakob-Kloster hat die Geschichte und den Städtebau der Stadt Warburg maßgeblich geprägt. Nach der Schließung der Dominikaner-Niederlassung im Jahre 1993 erwarb die syrisch-orthodoxe Kirche von Westfalen 1996 den Komplex. Inzwischen zur Abtei erhoben wurde das Kloster zum Zentrum der syrisch-orthodoxen Gemeinden Deutschlands. Das St. Jakob-Kloster befindet sich bereits in umfangreichen Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten. Als nächstes Teilprojekt steht nun die denkmalpflegerische Sanierung des 80 Jahre alten Schieferdachs an. Da die Diözese sich ausschließlich aus Spendengeldern finanziert, sei die Bundesförderung in Höhe von 29.000 Euro eine große Hilfe.

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