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Mit seinem bis zu 70 Meter ausfahrbaren Ausleger holte ein Schwerlastkran am Wochenende absterbende und tote Eschen aus dem Hang an der Berhardistraße. - © Dirk Becker
Mit seinem bis zu 70 Meter ausfahrbaren Ausleger holte ein Schwerlastkran am Wochenende absterbende und tote Eschen aus dem Hang an der Berhardistraße. | © Dirk Becker

Warburg Schwierige Baumfäll-Aktion am Warburger Ikenberg

Mit einem 250-Tonnen-Kran rückten am Wochenende Landschaftsgärtner den kranken Eschen am steilen Hang zwischen Alt- und Neustadt zu Leibe

Dieter Scholz
10.02.2019 | Stand 10.02.2019, 18:29 Uhr |

Warburg. Die Arbeiten benötigten zwei Tage: Die vom Eschentriebsterben infizierte Bäume im Bereich der Florenberghalle wurden am Wochenende gefällt. Dafür rückte ein 250-Tonnen-Schwerlastkran eines Rimbecker Unternehmens an. Mit seinem bis zu 70 Meter langem Ausleger hob er die Laubbäume am Hang oberhalb der nördlichen Stützmauer an der Bernhardistraße aufs Straßenpflaster. Dafür war die Straße hinunter zur Altstadt am Wochenende komplett gesperrt worden. Auf dem Pflaster sägten Mitarbeiter einer Landschaftsgärtnerei Stämme und Äste in transportable Stücke. Sie werden in der Diemelaue weiter zerkleinert und später in der städtischen Holzhackschnitzelanlage am Tennisplatz in Warburg verbrannt. Aufbau und Abbau des Krans dauerten jeweils drei Stunden. „Aus Gründen der Sicherheit mussten die Bäume aus dem Hang entnommen werden", sagt Dirk Becker. 90 Prozent, so Becker, der bei der Stadt für die Baumpflege zuständig ist, seien infiziert gewesen. Eine deutliche Zunahme des Eschentriebsterbens seit schon seit mehreren Jahren im Stadtgebiet zu verzeichnen. Dabei handele es sich um einem Befall mit einem ursprünglich in Japan beheimateten Schlauchpilz, der zunächst die Blätter angreift und sich dann weiter in Zweig- und Stammteilen verbreitet, „bis die Eschen absterben", so Becker.

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