Erster Aufrtitt: Die Kinder des Diemel-Kidschor. - © Burkhard Battran
Erster Aufrtitt: Die Kinder des Diemel-Kidschor. | © Burkhard Battran

Warburg Premiere für die „Diemelkids“ beim Musikverein Scherfede

Musik: Beim Dreikönigskonzert gibt der Musikverein Scherfede dem Nachwuchs viel Raum. 300 Zuhörer applaudieren dem ersten Auftritt des Kinderchores

Burkhard Battran
13.01.2019 | Stand 13.01.2019, 18:56 Uhr

Warburg. Mit rund 300 Zuhörern war die Scherfeder Pfarrkirche St. Vincentius fast voll besetzt. „Es ist eine große Freude, das Konzert so gut besucht zu sehen", begrüßte der Vorsitzende Stefan Schauf die Zuhörer, die ein vielseitiges Programm mit rund 100 Mitwirkenden erleben durften. Seit 32 Jahren veranstaltet der Scherfeder Musikverein sein Dreikönigskonzert. „Im letzten Jahr haben wir leider unseren Chor Cäcilia Scherfede an dieser Stelle verabschieden müssen, aber der Gesang wird dennoch weiter gelebt", sagte der Vorsitzende. So präsentierte sich erstmals der neu gegründete „Diemel-Kids-Chor", der im November mit seiner Leiterin Petra Kraatz seine Arbeit aufgenommen hatte. Der Kinderchor ist eine Kooperation des Musikvereins mit der katholischen Grundschule Scherfede-Rimbeck. Musikpädagogin Kraatz leitet auch die musikalische Grundausbildung sowie die Kinder-Flötengruppen des Musikvereins. Hälfte der Beiträge von Kindern gestaltet Den Kindergruppen von Petra Kraatz war in diesem Jahr ein besonders großes Podium eröffnet worden. 15 der insgesamt 30 Musikbeiträge des Dreikönigskonzerts wurden von den insgesamt 22 Kindern der Diemelkids, den Kindern der musikalischen Grundausbildung und den beiden Flötengruppen gestaltet. Doch das waren noch nicht alle Jugendbeiträge. 20-köpfige Jugendorchester und die 16-köpfige Miniband steuerten zusammen noch einmal sechs Stücke bei. Eröffnet wurde der Musiknachmittag mit barocken Klängen von Violinist Pfarrer Johannes Insel und Gitarrist Gregor Lisson. Zum Abschluss kam dann schließlich das große Orchester des Musikvereins mit seinen rund 50 Mitwirkenden auf die Bühne. Höhepunkt des Dreikönigskonzerts war die unter der Leitung seines Dirigenten Dominik Seegel aufgeführte rund zehnminütige Suite der „Aschenbrödel"-Filmmusik. Der tschechische Filmkomponist Karel Svoboda hat 1973 mit seinem Soundtrack von „Drei Nüsse für Aschenbrödel" eine der schönsten Märchenfilm-Musiken aller Zeiten geschaffen. Dem Orchester gelang es meisterlich, die verschiedenen Facetten der Komposition von anrührend bis hymnisch auf höchstem Niveau angemessen zu interpretieren. Das kam auch beim Publikum gut an, das die Aufführung mit lauten Jubelrufen und frenetischem Applaus feierte.

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