Der Standort Warburg der Hochschule OWL wird spätestens 2020 geschlossen. - © Anna-Lena Ryczek
Der Standort Warburg der Hochschule OWL wird spätestens 2020 geschlossen. | © Anna-Lena Ryczek

Warburg Hochschule OWL wird den Standort Warburg aufgeben

Hochschule OWL: Warburger Studierende können ihr Studium in Lemgo abschließen

Hermann Ludwig

Warburg. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe wird den Studienort Warburg schließen. Alle Warburger Studierenden können ihr Studium an der Hochschule OWL abschließen, teilt die Pressestelle der Hochschule mit. Spätestens mit Auslaufen des Mietvertrages des Studiengebäudes am Prozessionsweg 1 in Warburg im Jahr 2020 wird das Studienzentrum der Hochschule OWL in Warburg geschlossen. Parallel werden Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit privaten Anbietern geprüft. Kein Modell für Belebung Das Studienzentrum war zum Wintersemester 2009 eröffnet worden, jedoch entschieden sich schon in den ersten Jahren zu wenige Studierende für die Fächer Elektrotechnik, Maschinentechnik, Mechatronik, Produktionstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Zum Wintersemester 2014/15 folgte mit dem Studiengang Betriebswirtschaftslehre für kleine und mittlere Unternehmen (BWL für KMU) eine Neuausrichtung. „Selbstverständlich können Studierende ihr Studium bei uns beenden", sagt Professor Jürgen Krahl, Präsident der Hochschule OWL. Mit Schließung des Studienortes Warburg werden die Lehrveranstaltungen des Studiengangs BWL für KMU in Lemgo angeboten. Dem Beschluss der Schließung des Studienortes Warburg vorausgegangen waren intensive Beratungen mit den Hochschulgremien und der Stadt Warburg. Trotz der Bemühungen und konzeptioneller Veränderungen konnte kein Modell gefunden werden, das langfristig ausreichend Nachfrage aus der Region generiert. Warburg verliert einen wichtigen Standortfaktor „Ich bedauere diesen Schritt sehr. Die Gründung des Studienzentrums habe ich damals voran getrieben. Die Schließung schmerzt mich ungemein", sagt Bürgermeister Michael Stickeln, der vor Bekannt werden dieser Entscheidung noch alles versucht hat, den Standort zu erhalten. „Das ist aber eine autonome Entscheidung des Präsidiums, weil Warburg nur ein Studienzentrum ist", erklärt Stickeln. Frank Dierkes, Vizepräsident der IHK aus Warburg, bedauert, dass mit dem Wegfall des Studienzentrums ein wichtiger Standortfaktor verloren gehe. Man hätte im Vorfeld das Gespräch mit der IHK suchen können. „Dem Studiengang hätte man noch mehr Zeit geben können", so Dierkes. Mit 30 Erstsemestern ist der Bachelorstudiengang BWL für KMU in Warburg kürzlich ins fünfte Jahr gegangen.

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