Vorne mit dabei: Der Musikverein Willebadessen und der Spielmannszug Peckelsheim sorgten für die musikalische Unterstützung. - © Stefan Köneke
Vorne mit dabei: Der Musikverein Willebadessen und der Spielmannszug Peckelsheim sorgten für die musikalische Unterstützung. | © Stefan Köneke

Warburg Seit 125 Jahren gibt es die Willebadessener Feuerwehr

Aktive und ehemalige Kameraden, Ehrengäste und Bürger aus der Stadt feierten am Freitag und Samstag gemeinsam mit den Blauröcken ihr Bestehen

Katharina Engelhardt

Willebadessen. Im Jahr 1893 wurde die Feuerwehr des Stadtteils Willebadessen das erste Mal urkundlich erwähnt – am Wochenende feierten viele Aktive, Ehemalige und eine Reihe von Ehrengästen mit den Willebadessener Bürgern das 125-jährige Bestehen des Löschzugs. Am Freitagabend begann das Festwochenende mit einer ganz besonderen Zusammenkunft. Zu einer internen Feier waren ausschließlich die rund 30 aktiven Wehrleute eingeladen sowie eine Reihe von Ehemaligen, „mit denen man leider sonst nicht so zusammenkommt", berichtet Schriftführer Matthias Dempewulf. „Extra für diesen Anlass hatten wir im Vorfeld knapp 2.000 Fotos aus dem Archiv ausgewählt und zusammengestellt", sagt Dempewulf. Die ausgewählten Bilder zeigten überwiegend Momente aus den Jahren 1964 bis 1996. Insgesamt schlummern mehr als 10.000 Aufnahmen in dem Feuerwehrarchiv, dessen Bestände weitestgehend digitalisiert wurden. 2.000 Fotos aus dem Archiv Kaum wurden die Bilder an den Tischen herumgereicht, wurden Erinnerungen wach, kamen die älteren Ehemaligen ins Reden und manchmal auch ins Schwärmen. „Das war das erste Mal, dass es zu so einem Austausch gekommen ist. Hat uns allen sehr gut gefallen", sagt der junge Schriftführer. Am Samstagmittag wurden in der Stadthalle Ehrungen und Beförderungen vorgenommen, bevor sich alle für den großen Umzug durch die Stadt bereitmachen sollten. Derweil konnten die Willbebadessener Kameraden viele befreundete Feuerwehren und Löschzüge begrüßen. Diese kamen aus Warburg, Peckelsheim, Borlinghausen, Ikenhausen/Engar und auch aus dem weiteren Umland kamen Gäste: aus Bad Driburg und aus Lichtenau. Auch mehrere Jugendfeuerwehren zollten den Willebadessener Kameraden ihren Respekt.Musikalische Unterstützung gab es vom Musikverein Willebadessen und vom Spielmannszug Peckelsheim. Pater Wunraum emotionale Rede Gegen Nachmittag setzte sich der Zug in Bewegung mit dem Ziel Schlosshof. „Durch ihr ehrenamtliches Engagement können wir, können die Bürger dieser Stadt, uns gut aufgehoben fühlen und jederzeit sicher sein, dass uns in der Not geholfen wird", sagte Bürgermeister Hans Hermann Bluhm in seiner Festansprache. Sehr emotionale, weil sehr persönliche Worte fand Pater Thomas Wunram aus Neuenhersee, der nicht nur selbst aktiver Feuerwehrmann ist, sondern sich im gesamten Kreis Höxter als Notfallseelsorger engagiert. Wunram schilderte eindringlich seine Beweggründe, weshalb er sich dafür entschieden hat, selbst aktiv in der Feuerwehr zu sein. Dabei ging er auch auf einige schwere Unfälle ein, die sich im Laufe der Jahre in und um Willebadessen herum ereignet hatten. „Die Rede von Pater Wunram hat viele von uns sehr berührt", sagt Matthias Dempewulf. Pläne für die Zukunft Am Rande der Feierlichkeiten wurde noch über die aktuellen Baustellen der Stadtfeuerwehr gesprochen. Über das Hilfeleistungs-Löschfahrzeug, kurz HLF, zum Beispiel. „Unser HLF soll bald durch ein Neues ersetzt werden", erklärt Schriftführer Matthias Dempewulf. Auch über die Nachwuchsgewinnung wurde viel diskutiert: „Wir freuen uns natürlich über jeden, der Interesse daran hat, bei uns mitzuwirken", so Dempewulf.

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