Gerber stehen im Mittelpunkt: Beim Umzug durch die Altstadtstraßen zum Festplatz begeisterten die im traditionellen Gerbergewand gekleideten Darsteller die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand. Zum ersten Mal standen die Gerber auch bei einem historischen Bürgerspiel am Samstagabend im Mittelpunkt. - © Hubert Rösel
Gerber stehen im Mittelpunkt: Beim Umzug durch die Altstadtstraßen zum Festplatz begeisterten die im traditionellen Gerbergewand gekleideten Darsteller die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand. Zum ersten Mal standen die Gerber auch bei einem historischen Bürgerspiel am Samstagabend im Mittelpunkt. | © Hubert Rösel

Warburg Sonniges Wetter entschädigt beim 42. Kälkenfest

Volksfest: Das Wetter und ein stimmiges Programm sorgen für gelungene Tage

Katharina Engelhardt

Warburg. Was für ein Kontrast zum verregneten Auftakt im vergangenen Jahr: "Diesmal hat alles gepasst", freute sich Klaus Stalze, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins am Samstagabend. "Das Wetter ist perfekt, die Stimmung einfach prima, die Gäste genießen die entspannte Atmosphäre - besser geht es gar nicht." Bereits der Auftakt, der Umzug der Gerber am Freitagabend, war gelungen: Zahlreiche Zuschauer an den Straßen empfingen und begrüßten die traditionell gekleideten Gerber auf ihrem Zug durch die Altstadt bis zum Festplatz. Dort konnte Klaus Stalze bei seiner Eröffnungsrede viele Ehrengäste begrüßen, darunter eine Abordnung aus der belgischen Partnerstadt Leggedem. Aber nicht nur Gäste aus der Ferne zog das 42. Kälkenfest an: Zur Aufführung des historischen Bürgerspiels "Der Wormelner Klosterkrieg" hatten sich viele Besucher aus dem Klosterdorf unter das Publikum gemischt; am Samstagabend konnte die Premiere des Bürgerspiels "Die Warburger Gerber" nicht nur Alt- und Neustädter begeistern, sondern auch einige Hohenwepeler, die den Stückmachern Lena und Winnie Volmert quasi die Ideenvorlage geliefert hatten. In dem Stück dreht sich alles um die Gerberzunft in der Mitte des 14. Jahrhunderts, wie es da unten zuging, bei den Gerbern in der "dreckigen Altstadt", und da oben, bei den "feinen" Lederhändlern in der Neustadt. Im Mittelpunkt des Stücks steht die verbotene Romanze zwischen dem Gerbergesellen Johann und Marie, der Tochter eines Lederhändlers."Wir haben dieses Jahr ein wunderbar buntes Publikum", stellte Klaus Stalze fest. "Die Gäste bleiben lange, tauschen sich miteinander aus - das ist für uns ein Indiz, dass das Fest wirklich gut ankommt." Auf der Bühne sorgten die Bürgerspiele für Kurzweil, musikalisch setzten das Warburger Stadt- und Jugendorchester sowie das "New Swing Orchestra Scherfede" Akzente.

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