Hotelneubau: Frank und Marlene Sievers (vorn), die in Höxter das Hotel Niedersachsen betreiben, planen in Warburg ein Hotelprojekt. Darüber freuen sich (h.v.l.) Sören Spönlein (Stadtmarketing), Bürgermeister Michael Stickeln und Planer Anton Volmer. - © Hermann Ludwig
Hotelneubau: Frank und Marlene Sievers (vorn), die in Höxter das Hotel Niedersachsen betreiben, planen in Warburg ein Hotelprojekt. Darüber freuen sich (h.v.l.) Sören Spönlein (Stadtmarketing), Bürgermeister Michael Stickeln und Planer Anton Volmer. | © Hermann Ludwig

Warburg Familie Sievers plant Hotel in Warburg

Der Bezirksausschuss hat die Bauleitplanung an der Ecke Paderborner Tor/Hüffertstraße auf den Weg gebracht. Budget-Hotel mit 60 Zimmern geplant. Investor rechnet mit mehr als 10.000 Übernachtungen

Hermann Ludwig

Warburg. Einstimmig hat der Warburger Bezirksausschuss der Bebauungsplanänderung am Paderborner Tor zugestimmt, mit der die Verwirklichung eines Hotelprojekts möglich wird (NW berichtete hier). Im Ausschuss stellten Frank Sievers (55) und Marlene Sievers (53), Inhaber und Betreiber des Hotels Niedersachsen in Höxter, ihre Pläne vor. Sie wollen in Warburg ein Budget-Hotel mit 60 Zimmern errichten. Spatenstich 2019 4,2 Millionen Euro sind für den ersten Bauabschnitt eingeplant, der Spatenstich könnte im Jahr 2019 erfolgen. „Wir werden alles dafür tun, damit die Bauleitplanung schnell umgesetzt wird", sagt Bürgermeister Michael Stickeln, der das Hotelprojekt befürwortet. „Wir haben schon lange einen Investor gesucht, der ein Hotel dieser Größenordnung in Warburg baut", freut sich Stickeln. „Das Thema beschäftigt uns schon lange, erst 2011 haben wir von der Warburg Touristik ein Gutachten in Auftrag gegeben, das genau diesen Bedarf bestätigt, auch in dieser Größenordnung von 60 Zimmern", erläutert der Bürgermeister. „Wir sind froh, dass wir zusammen gekommen sind", meint er. Planer Anton Volmer, der schon auf einem Grundstück an der Hüffertstraße ein Hotelprojekt erwogen hatte, gab den entscheidenden Tipp, als sich die Familie Sievers in Höxter mit dem Warburger Planer traf. Die Investoren schauten sich in Warburg diverse mögliche Standorte an: Darunter waren zwei Grundstücke im Industriegebiet und drei stadtnahe Grundstücke, die aber für Frank Sievers nicht so ideal erschienen. Anders verhielt es sich mit dem Grundstück der Stadt an der Ecke Paderborner Tor/Hüffertstraße, das zum Verkauf angeboten wurde. »Wir wollen in Warburg ein zweites Standbein aufbauen« „Bis zu 12.000 Fahrzeuge kommen da jeden Tag vorbei", berichtet Bürgermeister Stickeln. Für den Investor ist diese Verkehrsfrequenz ein wichtiges Argument. „An dieser Stelle wird das Hotel gesehen, zudem können die Gäste schnell in die Stadt kommen und das gastronomische Angebot nutzen", erläutert Frank Sievers. Etwa 40 Parkplätze fallen an dem Eckgrundstück weg, die an anderer Stelle am Schützenplatz wieder neu gebaut werden sollen. Zudem deutet der Investor an, dass die Parkflächen des Hotels nicht bewirtschaftet werden sollen. Weitere Bauabschnitte mit dann 30 Zimmern und 24 Zimmern könnten folgen, dafür wurden Kaufoptionen vereinbart. Schon ein Hotel in Höxter In Höxter hat die Familie Sievers in dritter Generation das Hotel Niedersachsen stetig weiter entwickelt, stößt dabei jetzt auf räumliche Grenzen. „Wir wollen in Warburg ein zweites Standbein aufbauen, das der vierten Generation Möglichkeiten bietet", so Frank Sievers. Er hat als Koch im Sterne-Bereich gelernt, dann BWL studiert und in der Unternehmensberatung gearbeitet, ehe er wieder in den elterlichen Betrieb einstieg. In Höxter werden 104 Mitarbeiter beschäftigt, in Warburg sind etwa 15 Mitarbeiter eingeplant, wobei ein Mitarbeiter ständig vor Ort sein soll. Budget-Hotel mit drei Sternen Geboten wird den Gästen ein Budget-Hotel in der Kategorie drei Sterne. Die Preise hat der Hotelier für ein etwa 20 Quadratmeter großes Doppelzimmer unter 80 Euro ohne Frühstück kalkuliert, für ein Einzelzimmer unter 60 Euro. Frank Sievers schätzt, dass er in Warburg zwischen 10.000 und 12.000 Übernachtungen im Jahr generieren kann. „Dafür müssen wir hart arbeiten und ich hoffe dabei auf Unterstützung durch das Warburger Umfeld", so Sievers, der den bestehenden Betrieben seine Zusammenarbeit anbietet. Durch die Gäste, die Sievers zusätzlich gewinnen will, können auch die Gastronomie und der Einzelhandel mit Mehreinnahmen rechnen. Angeboten wird ein Frühstücksbuffet, aber keine Abendlokalität. Zudem sollen Tagungsmöglichkeiten eingerichtet werden und die Gäste von heimischen Anbietern versorgt werden. Eine eigene Gastronomie sei personell zu aufwendig. Der Gebäudekomplex soll einen Keller sowie vier darüber liegende Etagen erhalten. Der Flächenbedarf ist mit zirka 1.200 Quadratmetern angegeben.

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