Die neue Anlage von Agravis: Reger Treckerverkehr herrscht schon auf dem Betriebsgelände. Links neben den Silos ist die Getreideannahme mit der Annahmegosse zu sehen. Für Spitzenzeiten steht eine zweite, kleinere Annahme am anderen Ende der Silos bereit. - © Hubert Rösel
Die neue Anlage von Agravis: Reger Treckerverkehr herrscht schon auf dem Betriebsgelände. Links neben den Silos ist die Getreideannahme mit der Annahmegosse zu sehen. Für Spitzenzeiten steht eine zweite, kleinere Annahme am anderen Ende der Silos bereit. | © Hubert Rösel

Warburg Neues Agravis-Kornhaus in Betrieb

Seit wenigen Tagen ist die acht Millionen Euro teure Kornkammer am Standort zwischen Dössel und Hohenwepel von Agravis in Betrieb. Landwirte müssen sich auf Änderungen einstellen

Warburg. Weithin sichtbar in der Börde glänzen die vier Silos des neuen Agravisstandortes zwischen den beiden Warburger Ortsteilen Dössel und Hohenwepel. Baukräne, Baufahrzeuge und Handwerker zeugten bisher von regem Treiben auf der Hochfläche. Seit vergangenem Wochenende hat sich die Situation allerdings verändert: Erstmals können Landwirte mit ihren Traktoren ihre Ernte am neuen Agravis-Standort anliefern. Dazu dienen vier Silos mit einer Kapazität von je 5.500 Tonnen Fassungsvermögen als Lagermöglichkeit. Bereits vor einer Woche wurde mit Lastwagen probehalber Getreide angeliefert, um Funktionsweisen und Betriebsabläufe zu testen. Durch die nassen Witterungstage der vergangenen Woche verzögerte sich die weitere Ernte bei den Landwirten etwas. Was sich ändert Am Wochenende lieferten die Bauern mit Hochdruck ihre Rapsernte erstmals am neuen Standort ab. Dabei sind zu den bisherigen Gepflogenheiten doch einige Veränderungen zu beachten. Am gravierendsten dabei wird sein, das nur noch Fahrzeuge oder Anhänger mit Kippvorrichtungen anliefern können. Im Gegensatz zu dem Kornhaus an der Landfurt in in Warburg, wo die Fahrzeuge mit Hilfe einer Kippeinrichtung in Schräglage versetzt wurden und entladen werden können. Genaue Analyse Die Anlieferung geht zuerst über eine erste Waage. Hier erfolgt gleichzeitig die Probeentnahme und Analyse der Ladung. Danach geht es zum Abladen in der „Annahmegosse" über ein Gitter. Hier werden nach Öffnen der Klappen die Wagen nach unten entleert und das Getreide in die entsprechenden Silos verteilt. Nach dem Entladen geht es zur zweiten Waage an der Ausfahrt. „Zur Zeit befinden wir uns noch im Probebetrieb. Einige technische Dinge müssen noch geregelt werden" erläuterte Dirk Ungerland, seit Anfang Juli neuer Geschäftsführer der Agravis Kornhaus Ostwestfalen. Von den 45.000 Quadratmetern Fläche des neuen Standortes wird zunächst etwa die Hälfte genutzt. Zur Zeit erfolgt nur die Getreideannahme auf diesem Areal. Nach dem Raps beginnt jetzt die Anlieferung von Weizen. Am Warburger Standort in der Landfurt bleibt die Annahme ebenfalls noch erhalten. In den nächsten Wochen werden nach und nach die Büroräume, die Düngehalle, das Pflanzenschutzlagers und das Stückgutlager fertiggestellt.

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