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Faszinierendes Himmelsschauspiel: Der Warburger Astrofotograf Thorsten Fritz fing in seinen Aufnahmen in der vergangenen Woche bunte Polarlichter ein. Das Polarlicht versteckt sich hinter dem Ruinengemäuer am linken Bildrand. Rechts im Bild ist die Milchstraße zu erkennen. - © Thorsten Fritz
Faszinierendes Himmelsschauspiel: Der Warburger Astrofotograf Thorsten Fritz fing in seinen Aufnahmen in der vergangenen Woche bunte Polarlichter ein. Das Polarlicht versteckt sich hinter dem Ruinengemäuer am linken Bildrand. Rechts im Bild ist die Milchstraße zu erkennen. | © Thorsten Fritz

Warburg Warburger Astrofotograf nimmt seltenes Polarlicht auf

Lichtspektakel über Warburg

Anna-Lena Ryczek
02.09.2016 | Stand 01.09.2016, 19:32 Uhr

Warburg. Der Warburger Astrofotograf Thorsten Fritz konnte in der vergangenen Woche ein seltenes Himmelsphänomen mit der Kamera festhalten. Am Dienstagabend zog Fritz mit einer Nikon D800 auf den Desenberg, um die Milchstraße abzulichten. Doch dann schlichen sich Polarlichter, die in der Region äußerst selten zu beobachten sind, in seine Fotos ein. "Ein Polarlichtfoto war gar nicht geplant", schmunzelte der Astrofotograf. Erst später habe er gemerkt, dass Polarlichter auf seinen Fotos zu sehen waren. Um circa 22 Uhr machte sich Fritz auf den Weg zur Spitze des Desenbergs, um zwischen Sonnenunter- und Mondaufgang einige Bilder zu schießen. "Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis die Sonne ganz verschwunden ist und es ganz dunkel ist", weiß der 39-Jährige Hobbyfotograf. Beim Anschauen der Bilder machte sich bei dem Warburger Astrofotografen ein Verdacht breit: "Sind das etwa Polarlichter?", fragte er sich. Der Verdacht wurde bestätigt: "Ich habe die Fotos bei verschiedenen Fachwebseiten prüfen lassen und bestätigt bekommen, dass es sich um Polarlichter handelt", so Fritz. Polarlichter sind in den hiesigen Breitengraden extrem selten zu sehen. "Auch ich habe die Polarlichter mit bloßem Auge nicht erkannt", so Fritz. »Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis die Sonne ganz verschwunden ist« Das Lichtspektakel entstehen durch elektrisch geladene Teilchen, auch Sonnenwind genannt, die von der Sonne in den Weltraum geschleudert werden und vom Magnetfeld der Erde an Nord- und Südpol gebündelt auftreffen. "In einer Höhe von 70 bis 400 Kilometern trifft der Sonnenwind auf die Luftteilchen der Erde und daraus entsteht ein Polarlicht", weiß der Astrofotograf. In der Region sind Polarlichter so selten zu sehen weil sich der Sonnenwind an den Polen sammelt. "Wir sind in Warburg sehr weit vom Nordpol entfernt, deshalb sind die Polarlichter auf der Nordhalbkugel häufiger beispielsweise in Finnland zu beobachten", so Fritz. Ein vergleichbares Polarlichtfoto aus der Region und in einem Umkreis von mindestens 100 Kilometern sei dem Hobbyfotografen nicht bekannt. Die Fotos hat der Astrofotograf mit einer Nikon D800 und einem Weitwinkelobjektiv geschossen. "Die Kamera habe ich mir von Michael Hintz, einem Warburger Fotografen, geliehen", berichtet der 39-Jährige. Seine Arbeiten zeigt Fritz in den sozialen Netzwerken und auf seinem Fotoblog unter www.thorsten-fritz.com

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