Bonenburg Majestäten flüchten vor dem Regen

Festzug zum Warburger Stadtschützenfest fällt in Bonenburg dem Wetter zum Opfer

VON DIETER SCHOLZ
Corinna Denecke und Peter Eikerling aus Dössel (v. l.), Alina Hausmann und Jasper Konerding aus Borlinghausen, Anke und Rainer Even aus Wormeln, Friederike Busch und Marco Löseke aus Ossendorf, Miriam Nees und Matthias Nolte aus Warburg, Ellen und Werner Lücke aus Welda, Heike und Frank Reinisch aus Nörde, Stadtschützenkönigspaar Martina und Stefan Ricken aus Bonenburg, Stefanie Varlemann und Bastian Altmann aus Scherfede, Saskia Wieners und Florian Kaiser aus Menne, Angelika und Udo Rutha aus Herlinghausen, Iris Rothhaus und Roland Bräuer aus Rimbeck, Christiane und Martin Waldeier aus Germete, Heike und Erich Laskowski aus Calenberg, Daniela Lütkevedder und Constantin Seck aus Daseburg sowie Theresa Brechtken und Michael Hillebrand aus Hohenwepel. - © FOTO: DIETER SCHOLZ
Corinna Denecke und Peter Eikerling aus Dössel (v. l.), Alina Hausmann und Jasper Konerding aus Borlinghausen, Anke und Rainer Even aus Wormeln, Friederike Busch und Marco Löseke aus Ossendorf, Miriam Nees und Matthias Nolte aus Warburg, Ellen und Werner Lücke aus Welda, Heike und Frank Reinisch aus Nörde, Stadtschützenkönigspaar Martina und Stefan Ricken aus Bonenburg, Stefanie Varlemann und Bastian Altmann aus Scherfede, Saskia Wieners und Florian Kaiser aus Menne, Angelika und Udo Rutha aus Herlinghausen, Iris Rothhaus und Roland Bräuer aus Rimbeck, Christiane und Martin Waldeier aus Germete, Heike und Erich Laskowski aus Calenberg, Daniela Lütkevedder und Constantin Seck aus Daseburg sowie Theresa Brechtken und Michael Hillebrand aus Hohenwepel. | © FOTO: DIETER SCHOLZ

Bonenburg. Der Auftakt zur neuen Schützenfest-Saison: Am Samstagabend stand das Warburger Stadtschützenfest an. Doch Donnergrollen kündigte kurz vor dem Festzug drohendes Unheil an. Werner Schwiddessen, Vorsitzender der Bonenburger Schützen, und Oberst Josef Wiemers drängten zur Eile. "Zum Festzug, marsch!", befahl Wiemers übers Mikrofon. Wenige Minuten später war der Befehl vergessen.

Noch im Trocknen setzte sich die Spitze des Zuges mit den Ehrengästen um den Bundestagsabgeordneten Christian Haase, Landtagsabgeordneten Hubertus Fehring und Bürgermeister Michael Stickeln in Bewegung. Gefolgt vom Stadtschützenkönigspaar Martina und Stefan Ricken und ihrem Hofstaat. Mitten hinein in den aufbrechenden Zug platzte dann der Regen.

Stefan Ricken hatte beim Königsschießen in der Warburger Oktoberwoche das Stadtschützen nach Bonenburg geholt. "Dem höchstgelegenen und nördlichsten Ort im Stadtgebiet", wie Bezirksverwaltungsstellenleiter Gerhard Rose in seinem Grußwort auf dem Sportplatz neben der Eggehalle vor den Abordnungen der Schützenvereine betont hatte. 34 Jahre lang hatten die Bonenburg auf dieses Ereignis warten müssen.

Nur wenige hundert Meter schaffte der Festzug, dann pfiffen die Ehrengäste den vorausziehenden Musikzug zurück. Die meisten der rund 700 angekündigten Schützen waren derweil bereits vor dem Schauer aus den dunklen Wolken mit ihren Majestäten direkt in die Halle und dem angrenzenden Festzelt geflüchtet. Drinnen hatten die Nörder Musiker auf der Tanzfläche flugs Aufstellung genommen und empfingen die hereinströmenden Marschteilnehmer mit schmissiger Musik. Die Zuschauer an den Straßenrändern der Ortschaft hatten das Nachsehen.

"Das Wetter kann man nicht planen", blieb Vorsitzender Schwiddessen, wenn auch enttäuscht, gelassen und freute sich auf den Königstanz zu den Klängen der Rimbecker Tanzband Diemelrausch.

Tief und fest sei das Schützenfest "nach wie vor in den Gemeinden unserer Heimat verankert", hatte Bürgermeister Michael Stickeln die Abordnungen der 15 Vereine im Stadtgebiet und der Borlinghauser Schützen willkommen geheißen. "Wer in unserer Stadt lebt, dem wird schnell bewusst, welch wichtige Rolle die Schützen in allen Ortsteilen spielen, wie sie in ihrer engagierten Arbeit jungen Menschen Orientierung bieten, wie sie mit enormem Einsatz um Gemeinschaft und Zusammenhalt bemüht sind", so der Rathaus-Chef. Es gelinge ihnen, "das Traditionelle zu bewahren und zugleich in ein zeitgemäßes Gewand zu kleiden". Der Gemeinsinn der Schützenvereine sei ebenso beispielgebend wie richtungsweisend. "Denn wir werden auf dem weiteren Weg in eine Bürgergesellschaft die zukünftigen Aufgaben nur schultern, wenn wir sie zusammen anpacken", so Stickeln. Einer Gesellschaft, in der man sich nicht ab- und andere nicht ausgrenze.

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