Germete Aus alt mach neu

Landgasthof Deele in Germete eröffnet diesen Samstag ihre Gastronomie

von carmen pförtner
Nelleke ten Hoopen (39), Pächterin der Deele, wird das große Wagenrad, das bereits vor dem Brand den Gastraum schmückte, wieder unter die Decke hängen. Diesmal wird das hölzerne Schmuckstück den Raum auch beleuchten. - © FOTO: CARMEN PFÖRTNER
Nelleke ten Hoopen (39), Pächterin der Deele, wird das große Wagenrad, das bereits vor dem Brand den Gastraum schmückte, wieder unter die Decke hängen. Diesmal wird das hölzerne Schmuckstück den Raum auch beleuchten. | © FOTO: CARMEN PFÖRTNER

Germete. Die letzten Stühle sind gerückt, die Gläser poliert, der Wein kühl gestellt: An diesem Samstag, 22. März, öffnet der bekannte und beliebte Landgasthof Deele in Germete wieder seine Türen. Vorerst nur den Gastronomiebereich - die Eröffnung des Hotels folgt Ende Mai.

Es ist weniger als ein Jahr her, dass der Inhaber Stephan Westen und seine Schwester, die Pächterin der Deele, Nelleke ten Hoopen, vor den Trümmern ihrer Existenz standen: Ein Feuer hatte am 21. April 2013 den Dachstuhl des Hauses zerstört. Nur 30 Prozent des Gebäudes überstanden den Brand. "Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir in so kurzer Zeit wieder eröffnen können", sagt Nelleke ten Hoopen. Für die 39-Jährige und ihr Team sei es eine neue Chance. "Wir gehen mit neuem Elan an die Sache", lobt ten Hoopen ihr "junges Team".

Koch Joost ten Hoopen (v. l.), Chefin Nelleke ten Hoopen, Eigentümer Stephan Winter sowie Koch und Ehemann Richard ten Hoopen. - © FOTO: DIETER SCHOLZ
Koch Joost ten Hoopen (v. l.), Chefin Nelleke ten Hoopen, Eigentümer Stephan Winter sowie Koch und Ehemann Richard ten Hoopen. | © FOTO: DIETER SCHOLZ

"Alt mit neu" ist das Motto und der rote Faden, der sich durch die neugestaltete Deele zieht: Der Charme des historischen, denkmalgeschützten Fachwerkhauses wurde erhalten und mit modernen Elementen verschönert. "Der Eingangsbereich ist von innen und außen sehr ausdrucksstark - und durch die große Glasfront kommt viel Licht herein", so ten Hoopen.

Schluss gemacht hat die Gastronomin mit der Kegelbahn. "An ihrer Stelle konnten wir nun einen Tagungsraum schaffen, der aber ebenso gut auch als separater Raum für Familienfeiern gebucht werden kann." Den Umbau nutzte ten Hoopen auch, um die Bar zu vergrößern - und moderner zu gestalten. "Eine Art Weinbar", sagt ten Hoopen und zeigt auf das mannshohe Weinregal an der einen und den riesigen Weinkühlschrank auf der anderen Seite. An das Flair schmiegt sich auch das restliche Interieur an: Verschiedene Brauntöne, kombiniert mit Holz und weißen Farben, sorgen für den Wohlfühlcharakter des Gasthofes.

Getreu dem Motto "alt mit neu" haben sich Besitzer und Pächterin auch etwas ganz Besonderes mit dem alten Wagenrad einfallen lassen, dass schon früher unter der Decke schwebte: Als Kronleuchter wird er nun das Mittelschiff der Deele dezent beleuchten. Raffiniertes Lichtspiel schaffen die unter das Wagenrad gehängten Weingläser, die von oben per LEDs angestrahlt werden.

Alt bewährt ist und bleibt der Platz: Noch immer finden rund 170 Gäste im Germeter Landgasthof Platz für Speis? und Trank. Und Nelleke ten Hoopen hofft auf viele Gäste am ersten Eröffnungstag. "Ein Programm haben wir nicht. Wir möchten, dass die Gäste einfach wieder ihre alte, neue Deele genießen."

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