Eine mögliche Wolfssichtung sorgt für Ängste in Sandebeck. - © Amina Vieth
Eine mögliche Wolfssichtung sorgt für Ängste in Sandebeck. | © Amina Vieth

Steinheim Angebliche Wolfssichtung in Steinheim: Analyse bisher nicht möglich

Ein nötiger Ortstermin mit der Fotografin ist noch nicht zustande gekommen

Sandebeck. Mehrere Bürger wollen in Sandebeck einen Wolf gesehen haben. Ob die Eggegemeinde tatsächlich Besuch von diesem Wildtier hatte oder nur ein streunender Hund die Bürger verschreckt hat, lässt sich bisher allerdings nicht herausfinden – obwohl es neben dem Bild einer Trittspur auch ein Foto von dem möglichen Wolf gibt – aufgenommen bereits vor einigen Wochen von einer Bad Driburgerin aus dem Auto auf der Straße von Sandebeck in Richtung Horn-Bad Meinberg. Um Gewissheit zu bekommen, wollte die Wolfsberaterin im Kreis Höxter, Friederike Wolff, dieses Foto eigentlich von Experten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) analysieren lassen. Das ist bisher allerdings nicht möglich. Denn für die Analyse muss vorab genau geklärt werden, wann und wo das Foto aufgenommen wurde. Der dazu nötige Ortstermin mit der Fotografin sei in den vergangenen Wochen allerdings nicht zustande gekommen, berichtet Wolff. Entsprechend steht ein Ergebnis weiter aus. Die fotografierte Fährte lässt sich nicht analysieren – dazu sind mehrere hundert Meter Spuren nötig, um eine sichere Aussage treffen zu können. In der Pufferzone rund ums Wolfsgebiet Senne Sandebeck liegt in der „Pufferzone" rund um das Wolfsgebiet Senne – wie der gesamte Kreis Höxter. Diese Zone wurde im vergangenen Jahr ausgewiesen, nachdem die mehrfache Sichtung eines weiblichen Wolfes in der Senne durch genetische Analysen bestätigt wurde. Weil Wölfe in einer Nacht durchaus 50 Kilometer und mehr wandern, wären „Besuche" im Kreis Höxter nichts Ungewöhnliches. Angst braucht vor den neuen Nachbarn nach Ansicht des LANUV allerdings niemand zu haben. An Menschen haben wilde Wölfe kein Interesse und meiden deren Nähe. Deshalb sei es auch in einer Region, in der die Tiere ein Schutzgebiet haben, unwahrscheinlich, dass man ihnen überhaupt begegnet. In Marienmünster wurde bereits im vergangenen Sommer ein Wolf gesehen. Ob es sich um die mehrfach gesichtete Wölfin handelt, ist unklar. Das „Wolfsgebiet Senne" ist 922 Quadratkilometer groß und umfasst Teile der Kreise Gütersloh, Lippe und Paderborn sowie Bielefeld.

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