Hölzerne Hummel: Monika Schneider und Sabine Diedrich von der Inklusiven Künstlergemeinschaft Lippe "Die Hummel". - © Patricia Speith
Hölzerne Hummel: Monika Schneider und Sabine Diedrich von der Inklusiven Künstlergemeinschaft Lippe "Die Hummel". | © Patricia Speith

Steinheim Ein Kilometer Kunst in Steinheim

Bis zum 2. Juli stellen 28 Künstler in Steinheim ihre Werke unter freiem Himmel aus

Steinheim. Über einen Kilometer erstreckt sich der ausgewählte Kunstpfad. Ob Malereien, Collagen, Installationen oder Plastiken. Unter dem Titel „An Sichts Sache“ präsentiert die Junge Kultur Steinheim erneut eine außergewöhnliche Kunstausstellung unter freiem Himmel. 28 große und kleine Künstler aus Steinheim und der Region stellten zusammen mit zahlreichen Künstlergruppen ihre kreativen Ergüsse zur Schau und begeisterten Gäste aus nah und fern. Am Begegnungszentrum der Kolpingsfamilie Steinheim beginnt die Reise in künstlerische Gefilde. Schritt für Schritt machen überdimensionale Spinnen aus Blei und Korb, hölzerne Hummeln und gepinselte Gemälde Lust auf mehr. Vom Piepenbrink aus führt die Marschroute über den Taternweg, an der Emmer entlang, bis zum Papiermühlenweg. Leicht versteckt im hohen Gras, gespannt zwischen zwei Bäumen oder gut sichtbar auf hellem Beton. Inmitten von sonnenbeschienener Natur kommen die unterschiedlichsten Facetten der Kunst zum Ausdruck. Bemalte Paletten, grazil balancierende Figuren auf Weidenzäunen oder bunt eingepackte Baumstämme. Wie Kunst und Natur sich auf besondere Weise verbinden erlebten Steinheimer und Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung am Sonntag. Sechs Wochen lang, bis zum 2. Juli, wird die breite Palette künstlerischer Ausdrucksformen noch in der Natur zu finden sein. „Wir veranstalten die Freiluft-Kunstausstellung bereits zum neunten Mal“, sagte Markus Waldorff, zweiter Vorsitzender im Verein Junge Kultur Steinheim, „und zum siebten Mal im Freien.“ Die Aktion würde vielen neuen und jungen Künstlern die Chance geben, sich zu präsentieren und dazu inspirieren, sich weiterhin künstlerisch zu betätigen. „Wir Steinheimer profitieren von dieser tollen Aktion“, so Gerd Jarosch, stellvertretender Bürgermeister. „Viele Künstler aus unterschiedlichen Kreisen, Schulen und Klassen machen mit und geben uns die Möglichkeit, Kunst still, leise und gemischt zu genießen.“ Zu den Künstlern gehören neben Maria Krekeler aus Steinheim auch die Schwestern Angelika (16) und Michaela Söltl (20). „Wir haben einfach drauflos gemalt“, erzählt die 16-jährige Schülerin. Eine alte Landkarte aus der Schule, ein paar Farben und ein bestimmtes Bild vor Augen. Mehr brauchten die Steinheimerinnen nicht, um ihrer kreativen Ader freien Lauf zu lassen. Der Name des Werks? „AnSichtsSache Mensch“. „Wir betrachten täglich all unsere Mitmenschen und nehmen ganz verschiedene Bruchteile von den Personen wahr. Jeder sieht etwas anderes. Denn es gibt nicht nur eine Seite des Menschen. Das ist alles eine Sache der Ansicht“, so Söltl. Eigentlich aus der Medizin kommt dagegen Marion Ute Rosenow. Seit drei Jahren schwingt die lebensfrohe 63-Jährige den Pinsel und kreiert Kunstwerke auf Holzflächen für den Außen- und Innenbreich. Ihre häufigsten Motive? Fische in allen Formen und Farben. „Ich verbinde mit dem Thema Fisch vor allem Glaube und Dankbarkeit“, sagte die Paderbornerin. „Und ich freue mich, Menschen mit meinen Bildern glücklich zu machen.“ Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Schülerband „The Jones“ des Gymnasiums Steinheim.

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