Kreis Höxter/Steinheim Trauer um Antonius Rüsenberg

Längjähriger CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter ist gestorben

Mathias Brüggemann

Kreis Höxter/Steinheim. Wie kaum ein anderer prägte er das Gesicht der CDU im Kreis Höxter. Und wie kaum ein anderer war er das soziale Gewissen seiner Partei: Antonius Rüsenberg, ehemaliger Landtagsabgeordneter und Ehrenvorsitzender des CDU-Kreisverbandes, starb am Montag nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren. Mit 13 Jahren und einem Volksschulabschluss startete der am 6. Mai 1943 in Steinheim geborene Rüsenberg ins Berufsleben. Er absolvierte eine Lehre zum Landmaschinenmechaniker und war insgesamt zehn Jahre in diesem Beruf tätig. Von 1963 bis 1964 besuchte er das Katholische Soziale Institut in Bad Honnef. Es folgte der Besuch der Höheren Fachschule für Sozialarbeit in Köln. Von 1969 bis 1980 arbeitete Antonius Rüsenberg als Sozialarbeiter beim Jugendamt des Kreises Höxter.Schon früh engagierte er sich politisch. Mit 16 Jahren wurde er Mitglied der Jungen Union und der CDU. Später gehörte er auch der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) an. Neun Jahre lang war er Ortsvorsitzender der Steinheimer CDU, 14 Jahre führte er den Stadtverband. 1973 wurde er zum Kreisvorsitzenden der CDU gewählt. Ein Amt, das er 26 Jahre lang ausübte.Im Jahr 1980 wurde Antonius Rüsenberg direkt in den nordrhein-westfälischen Landtag gewählt, dem er 25 Jahre angehörte. Lange Jahre war er jugend- und familienpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, von 1999 bis 2005 stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 1973 bis 2005 gehörte er dem CDU-Bezirksvorstand an, von 1984 bis 2005 dem Landesvorstand. Geprägt von der katholischen Soziallehre engagierte sich Rüsenberg in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und in der Kolpingfamilie. Außerdem war er Mitglied der Caritas, beim Roten Kreuz, im Heimatverein Steinheim, im Bürgerschützenverein, wo er 1981 Schützenkönig war, bei der Steinheimer Karnevalsgesellschaft (1978 Prinz), in der Bürgerstiftung Steinheim, im Möbelmuseum Steinheim, im Förderverein Schwimmbad, im Männergesangverein Liederkranz, im Verein „Dritte Welt", im Förderverein Laurentius-Heim Warburg, bei den Christdemokraten für das Leben (CDL) und in der Lebenshilfe Höxter-Warburg.„Der Tod von Antonius Rüsenberg hat den CDU-Kreisverband tief getroffen", schreiben der CDU-Kreisvorsitzende Christian Haase und Kreisgeschäftsführer Klaus Funnemann in einem Nachruf. „Wir konnten uns, solange es sein Gesundheitszustand zugelassen hat, immer auf ihn verlassen. Er hat in der Partei, aber auch im gesellschaftlichen Leben im Kreis Höxter viele tiefe Spuren hinterlassen. Der Mensch stand immer im Mittelpunkt seines Handelns." Haase und Funnemann dankten Rüsenberg für sein unermüdliches Engagement in der CDU. „Jahrzehntelang war er die prägende und gestaltende Kraft der CDU im Kreis Höxter und in seiner Heimatstadt Steinheim." Als Landtagsabgeordneter habe er sich mit einer „unverwechselbaren, rastlosen Energie" und mit seinem besonderen Gespür für die Bürgerinnen und Bürger seines Wahlkreises Höxter eingesetzt. „Er war in seiner besonderen Gradlinigkeit, aus christlich-sozialer Verantwortung heraus, ein unermüdlicher Fürsprecher seiner geliebten Heimat im Landtag NRW", heißt es in dem Nachruf weiter. „Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir wünschen ihr in dieser schweren Zeit, auch durch ihren Glauben, Trost, Kraft und Zuversicht", schreiben Haase und Funnemann abschließend. Das Seelenamt für Antonius Rüsenberg ist am Dienstag, 21. Juni, um 14 Uhr in der St.-Marien-Kirche in Steinheim.

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