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Auf Nieheim: Mit einem Nieheimer Bürgerbier stießen die Veranstalter und Ehrengäste der Gewerbeschau auf einen guten Erfolg an. - © Josef Köhne
Auf Nieheim: Mit einem Nieheimer Bürgerbier stießen die Veranstalter und Ehrengäste der Gewerbeschau auf einen guten Erfolg an. | © Josef Köhne

Nieheim Gewerbeschau enthüllt Stärke der Nieheimer Wirtschaft

Die Gewerbetreibenden aus Nieheim und Umgebung punkten mit Erfahrung und innovativen Geschäftsideen

Josef Köhne
10.11.2019 | Stand 10.11.2019, 16:10 Uhr |

Nieheim. Anerkennung aus berufenem Munde bekamen die Organisatoren der 18. Nieheimer Gewerbeschau und der 1. Job- und Ausbildungsbörse des Gewerbevereins Nieheim. Bürgermeister Rainer Vidal lobte den Fleiß seiner Bürger und Landrat Friedhelm Spieker zollte all denen Respekt, die sich an dieser Leistungsschau beteiligten. Namentlich nannte er Frank Filter und Anton Versen. Eine solche Veranstaltung sei ein Zeichen von Leistungswillen und Optimismus, erklärte Spieker. Die stellvertretende Geschäftsführerin der IHK-Niederlassung Paderborn, Claudia Auinger, und der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky, äußerten sich ebenfalls positiv über die Leistungsbeweise der 40 ausstellenden Betriebe, die, so Auinger, „trotz einiger dunkler Wolken am Konjunkturhimmel zuversichtlich und positiv in die Zukunft schauen." Kinder nicht ins Studium drängen Weiter sagte sie, ein Unternehmen zu führen, falle nicht immer leicht, denn es müssten immer wieder konjunkturelle Höhen und Tiefen durchschritten werden. Auch in Deutschland trübe sich die konjunkturelle Lage ein. Umso mehr sei zu begrüßen, dass sich in Nieheim nun auch die größeren, international erfolgreichen Unternehmen bei der Gewerbeschau präsentierten und diese als Ausbildungs- und Jobbörse nutzten. Mit Nachdruck appellierte sie an die Eltern, ihre Kinder nach dem Abitur nicht ins Studium zu drängen, sondern ihnen die Möglichkeit der dualen Ausbildung offen zu lassen. „Ein Beruf, der von den Eltern nicht anerkannt wird, fällt bei der Wahl des richtigen Berufes heraus", so Auinger. Letztlich aber wollten alle Brot essen und im Alter gepflegt werden. Leistungen des Handwerks würden zunehmend gefragt und seien zweifelsfrei Berufe der Zukunft. Im gleichen Tenor äußerte sich Gerald Studzinsky. Er brach ebenfalls eine Lanze für die handwerklichen Berufe und eine duale Ausbildung, „die alle Wege nach oben offen hält." Die jetzt an die Gewerbeschau gekoppelte Ausbildungs- und Jobböse sei ein guter Kontakt, den beide Seiten lebhaft nutzen sollten. Für Heiterkeit bei den Handwerkern sorgte Landrat Spieker mit seinem Bericht über das bei der Kreisverwaltung neu eingeführte Jahresarbeitskonto. Das mache es den Dienstleistern, die regelmäßig Kontakt zu den Behörden aufnehmen müssten, noch schwieriger, war an mehreren Stellen zu hören. Potenzial der heimischen Firmen entdecken Mit dem Interesse an der Gewerbeschau, die alle zwei Jahre stattfindet, waren die Aussteller durchaus zufrieden. Ebenso positiv äußerten sich die befragten Besucher. Viele Fragen hatten sie zur E-Automobilität und zu den neuen Hybrid-Heizöfen, die sowohl mit Pellets, bei Stromausfall aber auch mit Holzscheiten beheizt werden können. Dicht belagert waren die Stände mit den Zweirädern (Sportrad und E-Bike) sowie die Stellen, an denen Pflegekräfte und Seniorenberater unermüdlich Auskünfte gaben. Deutlich zeigte sich, dass vielen Besuchern die Leistungen der größeren Unternehmen kaum bekannt waren. Das galt sowohl für die Maschinen- und Anlagenbauer Gebr. Ruberg und Franz Ruberg, sowie den Fertighausbauer Suckfüll, der seit einem Jahr im Zimmermannsberuf ausbildet. Glückwünsche zum gelungenen Start in die Selbständigkeit konnte Malermeister Daniel Pott entgegennehmen. Großes Interesse fand das Leistungsangebot des Garten/ Forst/ Miet/ Service Carlos Beineke. Mit seinem Angebot kommt er den Menschen entgegen, die (auch im Alter) gerne noch selbständig arbeiten möchten, denen die Anschaffung der benötigten Geräte jedoch zu teuer ist. „Wir haben hier in Nieheim ein harmonisches Miteinander", erklärte Cheforganisator Anton Versen und machte damit deutlich, wo die Stärken des heimischen Handwerks und Gewerbes zu finden sind.

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